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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 5 · p. 170

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 5
Article
Bilder aus dem Leben und Wirken der Rabbinen
Date
1853-01-01
Page
170 (sequence 10)
Language
German
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Äg Bilder ans dem Leb eil und Wirken der Rabbinc». selben neues Leben und den Sieg über tyrannische Willkür und Verfolgung zu geben. Nach Aristobuls Tode nämlich befreiete dessen Gemahlin, Salome Alexandra, die Brüder desselben aus Len Banden und gab dem Alexander Jannai Thron und Hand. Schon.seine ersten Regierungsjahre sind von Thaten der Verschlagenheit, Tapferkeit, aber auch der Grausamkeit bezeichnet. Nach vieljährigen mit abwechselndem Glücke, unerschütterlicher Ausdauer und ungebrochenem Muthe geführten Kämpfen eroberte er die wichtigen Seestädte Ptolemais, Gaza, die Festungen Gadara und Amathus und viele andere Plätze, und wüthete, besonders in dem durch Verrath ihm überlieferten Gaza, mit schrecklicher Grausamkeit. Diese Siege aber und Eroberungen waren theuer erkauft und kosteten einen großen Theil der tapfersten Jünglinge und Männer, verwickelten den Staat immer wieder in neue Kämpfe und gaben ihm mehr äußeren Glanz als inneren Segen. Sei cs nun, daß dieser Umstand dem Volke den sadducäischen König noch verhaßter machte, oder daß Jannai durch sein Kriegsglück übermüthig, das Volk reizte; genug, nach seiner Heimkehr von seinen Kriegen brach der Unwille des Volkes schrankenlos gegen ihn aus, ßo daß sie ihn an einem Hüttenfeste; während er als Hoherpriester das Festopfer brachte, mit den Citronen (Ethrogim) des Feststraußes werfend, schmäheten, und den alten Vor- Wurf erneuend׳ ihn Sklavensohtt nannten. Jannai war aufs Acußcrstc gebracht, ließ einhaucn und ein Blutbad erfolgte, in welchem sechstausend ihr Leben verloren. Er ließ nun, um ähnlichen Störungen vorzubeilgen, eine hölzerne Wand errichten, welche den Priester von dem (Volke schied, und umgab sich zu seiner Sicherheit mit einer Leibwache von Pisidiern und Cilicierne So weit -wÄr,(«Szwischen König und Volk gekommen! Sechs Jahre wüthete nun - ein schrecklicher Bürgerkrieg zwischen dem verhaßten Könige und dem unversöhnlichen Volke. Die Ursache desselben aber war wohl keine andere, als daß Jannai es nicht wie seine Vorgänger Lei seinem Sadducäismus und der Bevorzugung der Sadducäer beließ, sondern zu einer Bedrücküng -hMPMschÜnHbergittg,,׳die man von ihm um so weniger erwartet hatte, als seine Gemahlin, selbst aus pharisäischem Hause, Schwester -des Simon ben Schetach, ihm als dem sanftesten und fügsamsten der Brüder ihre Hand geboten haben soll. Der Haß des Volkes gegen Jannai ging so weit, daß, als dieser bei Gadara von dem Araberkönig Obedas durch einen Hinter-

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