Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neueste Mittheilungen über eine Judengemeinde in China
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 2)
- Language
- German
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Eine Judengemeinde in China. 57 witli an introduction by tlie Right Revd. George Smith, I). D. Lord Bishoff of Victoria. Shangae: printed at the London Missionary Society's press 1851.“ — XII. u. 82. pp. 8 Seit der Niederlassung der Engländer in China war man begierig über die Juden zu K. statt der bisher immer wieder unter anderer Form wiederholten Erzählungen von Gozani und Kogler endlich authentische und neue aus Autopsie gegründete Berichte zu empfangen, und nachdem im Jahre 1849 eine Dame in London der Gesellschaft eine zur Deckung der Kosten solcher Mission hinreichende Summe ausgehändigt, ward diese lange vorbereitet und im November 1850 zur Ausführung gebracht. Zwei chinesische Christen, ausgerüstet mit den nöthigen Mitteln und Instructionen, versehen unter andern mit einem in hebr. Sprache ab gefaßten Empfehlungsschreiben eines jüdischen, in Shanghae ansäßigen Kaufmanns aus Bagdad „connected with the opulent Jewish firm of Gassoon & Co. at Canton “ traten die Reife am 15. November an, setzten am 22. über den Uang-tße-Keang, befuhren hierauf den großen Kanal in Böten bis zum gelben Flusse, den sie am 28. erreichten, und längs dessen südlichen Ufer ihre Reise fortsetzend gelangten sie, nachdem sie im Ganzen etwa 700 engl. Meilen in nordwestlicher Richtung von Sbangoo zurückgelegt, am 9. Deeember nach Kae-fong-soo. Ueber diese Reise sowohl als über das, was sie an Ort und Stelle gesehen und erfahren, führte jeder der beiden Abgeordneten ein besonderes Tagebuch, der Eine in Englischer, der Andere in chinesischer Sprache, und beide werden — das letztere in englischer Uebersetzung mitgetheilt. (Um Wiederholungen zu vermeiden sei hier erwähnt, daß nach einer am Ende des Büchleins beigefügten Nachschrift die beiden Reisenden zum Behufe des Ankaufes hebr. Manuseriptes im Juli 1851. noch einmal nach K. gesandt wurden und dabei Gelegenheit fanden, manche frühere Angaben zu berichtigen.) Kommen wir nun nach dieser Einleitung zum Berichte selbst, so erfahren wir, fast bis aus die geringsten Details was wir schon aus jenen älteren Relationen wissen, ja wie ich bald zeigen werde, dieselben fehlerhaften Abschriften wiederholt. Unsere Reisenden fanden an dem meist von Muhamedanern bewohnten, übrigens keineswegs unbedeutenden Orte nur sieben jüdische Familien (200 Seelen, nach der zweiten Reise mehr) in sehr dürftigen Umständen, meist in Hütten rings um die in Ruinen zerfallende Synagoge und in den Vorhöfen derselben wohnend. Die Beschreibung der Synagoge, deren Erbauung um das Ende des 12. Jahrhunderts fällt, nimmt den größten Theil des Berichts ein, und ist, einige ganz unbedeutende Details ausgenommen, ebenfalls eine Wiederholung der altern Nachrichten (wem Frankel, Monatsschrift II. 5