Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 11 (August 1852)
- Article
- Über den Lapidarstyl der talmudischen Historik
- Date
- 1852-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
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ttefcer den Lapidarstyl der talinudifchen Historik. •421 in vieler Hinsicht 2), aber der Druck ging aus Unduldsamkeit, aus dem Verlangen die Inden durch Eingriffe in ihren Glauben zu kränken hervor יי). Die Unterdrückten verloren die Geduld: zu einem allgemeinen Ansstande kam cs zwar nicht; die jüd. Quellen sprechen mehrfach von der damaligen trüben Zeit, erwähnen aber nie eine allgemeine Erhebung. Doch mögen mehrere Inden das Joch unerträglich gefunden und sich zum Widerstande entschlossen haben; und da zu jener Zeit die oströmischen Provinzen unaufhörlich von den Persern bedrohet wurden, so mochten sie sich auch der Hoffnung hingcbe», daß cs ihnen durch Hülfe der Perser gelingen werde die Unabhängigkeit Palästina's wieder hcrznstcllen 1). Die Lehrer, welche erkannten, daß jede Erhebung nur ein willkommener Vorwand sein werde, uni die Inden völlig zu vernichten-), mahnten hiervon ab. Die Schrift und waS irgend aus ihr hervorgelcitct wurde war dem Volke göttliche Stimme und Befehl: Nath und Macht und Leitung die es auf Erden verloren hatte, fand es dort wieder; dieses Heiligthum war sein Schutz, in seinem Schatten rnhctc cs ans. ״ISrael ist beschworen, nicht gewaltsam hinauf zu gehen, Israel ist ferner beschworen, sich nicht gegen die Völker;u empören" erklärte mit Anlehnung an die Schrift der um diese Zeit noch lebende R. Jose b. Chanina (und wie noch triftiger diese Worte in dem Munde des R. Sara, der die religiöse Unterdrückung vor seinen Augen sah); aber die Völker sind auch beschworen, Israel nicht zu sehr zu unterdrückcn" fügte er tröstend hinzu, und es werde wohl die Unterdrückung bald enden. Frankel. Mittheilnngcn aus Dresden. II. Nicht ohne Jutcrcffe dürfte auch manche Notiz über das innere Gemeindeleben Dresdens sein. Dresden ragt weder an Zahl noch an bedeutenden Hilfsquellen hervor, auch beansprucht eS uicht durch heftige 8) vgl. j. Schebiit 4, 2. Beza 1, 7. 0) In den Tagen des um diese Zeit lebenden N, Sera wurde den Juden verboten, ihre Fasttage zu halten. Taanlt. 8. Kleinliche Religionslränkung! 1) Vgl. Jost Geschichte der Juden Th. -i S. 199. 200. Die Angabe des Aurelius Victor: Q11i palricinm netnrin in rcgni spccic snslulernnt erweiset sich nach den jüdischen Quellen durchaus als unverändert. 2) Und welches Blutbad richtete schon durch Liesen partiellen Ausstand GalluS unter den Juden an! vgl. Jost a. a, O- 33*