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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-08-01 · Heft 11 (August 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 11 (August 1852)
Article
Über den Lapidarstyl der talmudischen Historik
Date
1852-08-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Aelirr den Lapidarstyl -er talmndischcn Historik. Zweiter Artikel. ^Vergt. V. Heft.) Die Geschichte der Juden harret noch des Meisterst der den Geist der dahingegangenen Geschlechter heraufbeschwöre, den. todten Geschichtsmonumenten Leben einhauche, den, Juden und Judenthum nach seinen mannichfachen Ausströmungen, begeisternden und erhebcndcn Gedanken aufstnde, die Pulsadern und Pulsschläge dieses Lebens uns so bemerkbar und fühlbar mache, daß wir ste gleichsam schlagen hören und uns nach ihrer höhern Jntonakion oder Depri« mirnng mit ihnen gehoben oder niedergedrückt suhlen. Der Unstern,׳ der von jeher über dem Inden waltete, Verkennung, waltet auch über seiner Geschichte, über seinem eigentlichen Geschichtsstoff Die Kritik hat seit Niebuhr uachgewiesen, daß die als historisch aus« gegebenen Anfänge des römischen Staates der historischen Unterlage entbehren und in den Kreis der Sagen zu verweisen sind. Doch seien auch diese Angaben nur aus den Boden der Wirklichkeit übertragene Dichtungen, sie haben dennoch ein Reales: den römischen Geist mit seiner glühenden Vaterlandsliebe und seiner gewaltthätigen Rücksichtslosigkeit, wie er sich bis in den letzten Tagen des eigentlichen Noms manifestirte. Die Geschichtswerke über Juden und Judenthum, wie sie uns bis jetzt vorliegen, zeigen das umgekehrte Verhältniß: sie bringen Thatsachen, aber kein Leben, der Geist der über diesen Thatsachen schwebt, wird vermißt, es ist eine Wanderung durch verbrannte trostlose Steppen: und diese Wanderung um so ermüdender, als auch zuweilen die Thatsachen entstellt sind. Josephus schrieb eine Geschichte seines Volkes, mehr Chronik als Geschichte; trockene Nebeneinanderreihung der Begebenheiten, selten: durch ein lebendiges Moment gehoben. Er nahm vielleicht, da er für Römer schrieb, die römischen Geschichtswerke, in denen Begebenheiten das vorwiegende Element, zum Muster; aber er übersah, wie verschieden der römische Staat nach Anlage und Entwickelung DmnM, MpnotSschnst. I. ZI

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