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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-04-01 · Heft 7 (April 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 7 (April 1852)
Article
Einiges zur Forschung über den Oniastempel
Date
1852-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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273 Einiges zur Forschung über Len Oniastempel. Unter dem egyptischen König PLolemäus Philometor erbauete der aus Jerusalem flüchtige Priester Onias *) einen Tempel zu Leontopolis im Heliopolitanischen Distrikt. Dieser Oniastempel — so genannt nach seinem Erbauer — sollte mit dem Tempel ׳zu Jerusalem rivalisiren und den in Egypten wohnenden, häufig unter sich uneinigen Juden zum Mittelpunkte dienen 2); doch läßt die von Josephus geschilderte Armseligkeit dieses Tempels vermuthen, daß er sich nie zu großem Ansehen erhoben, noch scheinen die Juden zu Alexandrien, die die zahlreichste jüd. Gemeinde Egyptens bildeten (vgl. oben S. 8£), ihn anerkannt zu haben. Philo erzählt, daß er in Asealon gewesen, zur Zeit nämlich als er nach dem väterlichen Tempel gesandt wurde um dort zu beten und zu opfern^). An einer andern Stelle sagt er, ״auch die entferntest wohnenden Juden halten, die Tempelstadt (bei Philo die gewöhnliche Benennung für Jerusalem) für die Metropolis, weil dort der heilige Tempel des höchsten richtige. Der Herr Vers, meint, daß das!השבי dieses V. nur durch einen vom Propheten beabsichtigten ParalleliSmuS Erklärung finden kann; aber auch zugegeben, daß ער zu lesen fei ist der Parallel lsmus noch immer mangelhafte da wie Herr C. selbst im Eingänge bewerft in gleicher Gliederung mit Malkam hier zu erwarten wäre Ke mosch idcr Götze Moab's): dieses soll zu ער hinzuzudenkcn feilt, allein dann fehlt der eigentliche Nerv des ParatlelismnS. — Gehet man jedoch auf die Weise der Prophezeiungen beim Untergange eines Volkes ein, so werden um die Große des Falles darznstellen gewohnlich auch andere Völker über diesen Fall trauernd eingeführt, die ganze Erde erbebt bei dieser Nachricht, und allenthalben Zittern und Bangigkeit tu s. w. Diese Trauer wird vorzüglich an jenem Volke (oder gar Völkerschasten) geschildert, das mit diesem untergehenden Volke in freundlicher Be- Ziehung, indem es von ihm Nahrung bezog oder sie ihm lieferte, Hülsstruppen von ihm erhielt u. ft w., gestanden. Welche Völkerschaften läßt nicht Jecheskel 27. über den Fall Zor'S wehklagen! vgl. auch Jeft.23; und so bringt auch Jerem. 47, i mit dem Fall P lischt!'ms Zor und Zidon in Verbindung. — Eine solche Beziehung liegt auch dem im Texte besprochenen V. zu Grunde. Man ist gewöhnt ע׳ als Namert einer Stadt Zu nehmen; in unserm V. ist es jedoch richtiger als der Name eincs Distriets chgl. Numer. 21, 11) zu denten, welcher zu Ammon gehörend und wie die Etymologie besagt wenig fruchtbar, aus den! nahen Cheschbon seine Bedürfnisse bezog. Die Trauer Cheschbon'S ist dieselbe poetische Schilderung wie die oben aus Jechesk. 27 bemerkte; und stehet daher dieses שדדה ע׳ C החיילי השנון in ganz natürlicher Verbindung mit dem Untergänge Ammons. ' D» N. 1) lieber die Ursachen seiner Flucht vgl. b. Menchot 169. u. j. Joma 6, 3. Verschieden von diesen und mit sich selbst etwas in Widerspruch ist Joseph. Alterch. 13, 3. 1. Jüd. Krieg 7, 10. 2. 3. 2) Vgl. den Brief des Onias an P'tolemäus Jos. Alterth. a. g. O. §2. 3)?llilo 1E9ZM. p. 646 (LN. UanZev): y£v6jA>evüg iv twvxt] {?jicxalovt seil.) m&9 01׳ xqqvov d< 70 7raTQcoov Uoov svQopwog 7־5־ "ml fri'&tin',

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