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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-04-01 · Heft 7 (April 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 7 (April 1852)
Article
Briefe aus Paris
Date
1852-04-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Briese ans Paris. 263 kerung. Diese, obgleich nicht sehr zahlreich, höchstens 800 bis 1006 Seelen zählend, ist der Ort, welcher als erste Station und Durchzug der ans Afrika, Jerusalem und der Levante anlangenden zahlreichen, größtentheils armen Individuen dient. Herr Oberrabbiner Cahen, vom ehemaligen (5onflstoriums-Präsidente!r Maris wacker unterstützt, hat in dieser Beziehung Nachahmungswürdiges geleistet. Dieses Conststorium zählt unter seinen Gemeinden arrßer der zahlreichen über 1800 Seelen zählenden deutschen Gemeinde in dem bei hundert Stunden davon entfernten Lyon, der zweiten Stadt des Landes, die ehemaligen unter pabstlicher Verwaltung stehenden 4 Orte, Avignon, Earpentras, Liste und Eavaillon, die Ln ihrem RitnS so wie in manchen Gebräuchen und der Aussprache des Hebräischen sich von den übrigen Sefardim unterscheiden. Unter diesen Orten hat CarpentraS die zahlreichste jüdische Bevölkerung, etwa 80 Familien, von denen ein großer Theil freiwillig noch im ehemaligen Judenqnartier, das hier den Namen Carriöre führt, seinen Wohnsitz hat. Avignon zahlt 30, Liste 8, Cavallon, wenn ich nicht irre, nur zwei Familien. Ein großer Theil der ehemaligen Bevölkerung dieser Gemeinden, deren Geschichte eine eigenthümliche Behandlung verdient, hat sich außer mehreren kleinen Orten, nach Nimes und Air verfügt und ansehnliche Gemeinden gegründet. — So haben wir in diesen Briefen eine, wenn auch nur die Hauptpunkte berührende Skizze der Inden auf französischem Boden geliefert, und wollen mit der Hauptstadt und deren vielseitigen Bestrebungen auf jüdisch-religiösem Felde vorerst einen Schluß ziehen, ehe wir die afrikanischen. Inden, die seit mehr als zwanzig Jahren Frankreich einverleibt sind, in ihrem Leben zn beschreiben gesonnen sind. Bevor wir aber dies unternehulen, wollen nur im nächsten Briefe eure Frage behandeln, die obgleich von Paris ansgehend, die jüdische Wissenschaft im Allgemeinen zn erhöhen und zu befördern zum Zwecke hat. VI. Schulen hat das Judenthum für den Unterricht, Bethäuser erricht reu die Genreinden für die Erbarrung ihrer Bekenner; für Kranke sorgen durch großmüthige Geben gegründete Hospitäler, der Armen gedenkt man iu Liebe unt> Theiluahme überall, wo ein jüdisches Herz in Erbarmen schlägt: was thut aber die Wissenschaft, des Judenthums, ohne die man weder in Schulen lehren, noch in Synagogen beten würde? Sie die altern die Kraft besaß, in den Herzen Liebe zum Glauben zu entflammen, die Geister empfänglich für die ewigen Wahrheiten, für dir unvergänglichen Schätze der Lehre zu machen! Ein mir sehr werther Freund, der für das jüdische Wissen nicht minder wie für das jüdische Leben erglüht, hat mich in den Stand ge-

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