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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-03-01 · Heft 6 (März 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 6 (März 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-03-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Recenstonm und Anzeigen. 23S versuchten, wie man seitdem das Judenth::!!: wit manchen tantischen und hegel'schm Philosophemen in Verbindung setzte, um entfremdete Jünger der Wissenschaft in die Tempelhallen der Religion zurückzuführen und um überhaupt, darzuthun, daß der Inhalt der religiösen Nrkünden, tief ersaßt, selbst das zersetzende Urtheil des denkenden Menschengeistes nicht zu scheuen brauche, eben so erkannten die Männer der arabischen Schute die Ausgabe ihrer Zeit und suchten auf ihre Weise die altväterliche Religion mit der bei den Gebildeten damals herrschenden Philosophie, dem AristoteliSmus, in Harmonie zu setzen. Schon Saadja der Gaon wirkte nach diesem Ziele hin, besonders aber gegen 200 Jahre später Bachia (Verfasser des/klassischen Sittenbuchs Chobath halebaboth) und MaimonideS, denen sich bis in das 14te Jahrhundert noch mehrere bedeutende Männer anreiheten. Andere, deren Geistesrichtung die sklavische Anhänglichkeit an die aristotelischen Lehren minder zusagte, spräche!: unter Zugrundelegung platonischer, aristotelischer und anderer Lehrsätze neue philosophische Ansichten ans und suchten solche den südischen Neligionsgrundsätzen anzupassen. Hierzu gehörte namentlich der berühmte religiöse Dichter, Salomon ben Gebt-, rot, dessen philosophisches Hauptwerk Mekor Chajim noch nngedrnckt ist, das aber damals bei den reinen Aristotelikern viel Opposition fand..-— Aus der Schrift des Herrn Gugeuheimer erfahren wir nun, daß der als Geschichtschreiber im 12ten Jahrhundert berühmte N. Abraham ben David 1. (Vers. des . Buches Ha-Kabala, das besonders über die jüdischeu Zustände vom 8. — 12ten Jahrhundert manche interessante Data enthält) und der in einer Judenverfolgung Toledo im Jahre 1180 als Märtyrer fiel, in seinem von einigen Schriftstellern zwar flüchtig erwähnten, aber sonst kaum gekannte!: philosophischen Werke, genannt Emuna rama, ebenfalls als kräftiger Verfechter des Aristotelismus und Bekämpfer der Gebirol'schen Ansichten austrat. — Herr G. fand eine hebräische Übersetzung dieses in arabischer Sprache verfaßten Werkes unter den Manuscripten der König!. Bibliothek zu München, verglich dieses nach den Mittheilungen des Oberrabbiners Hazan zu Rom, mit zwei Handschriften der Vatikanischen Bibliothek, und gibt uns mm eine Zusammenstellung der hauptsächlichsten Ansichten und Lehren Abraham ben Davids, die׳ zwar in der Hauptsache mit denen der gleichzeitigen jüdischen Aristoteliker übereinstimmm, aber doch so viele charakteristische Eigenthümlichkeiteu haben, z. B. in der offenen Polemik gegen Gebirol, (die bei Maimonides und Anderen nur verhüllt hervortritt), in der genauen Ausführung der aristotelischen 10 Kategorieen (die Abraham ben David, nach einer Mittheilung des Hrn. Gugeuheimer im Orient 1851 S. 506 seq., sogar ans Ps. 139 basirt), in der versuchten Auflösung

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