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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-03-01 · Heft 6 (März 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 6 (März 1852)
Article
Briefe aus Paris
Date
1852-03-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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־ Jetzt besonders, wo durch das Hinzntreten des afrikanischen Frankreichs so Manches auch für jene Glaubensbrüder gewirkt werden soll, ist das Uebertragen dieser Anstalt um so dringender, da die Kenntnis des Arabischen eine unerläßliche Bedingung wird: in Paris finden nun die jungen Leute die ausgezeichnetsten Hülstqneüen so wie die gelehrtesten Männer in alten jenen Fachern. Die rabbinische Schule muß nicht blos ein Seminar für Rabbiner, sondern, wo möglich, eine höhere wissenschaftliche Anstalt für junge Männer werden., die, ohne in sich den Berns Zu fühlen, als Rabbiner einst zu wirken, gewisse hebräische Studien fortsetzen, mit Geschichte und Alterihnm ihres Stammes nnd dessen Lehren sich vertrant machen wollen. Der Vorwurf, der so oft erhoben wurde, daß in Paris die jungen. Leute kein so religiöses Leben fortführeu würden, wird wohl beseitigt, wenn׳ man sieht, wie der religiöse Zustand der Hauptstadt Dem keiner Gemeinde nachsteht; man sieht beinahe nur Vortheile in jener Vertegung, der geringe Kostenaufwand, den ein solches Institut hier mehr veranlassen würde, wird durch Stutzen mannigfacher Art mehr als aufgewogen׳ Wo es sich um Heiliges handelt, müssen alle Nebengründe, wie ehrbar jene auch im Innern sein mögen, zurücktrcten. Seit ihrem Bestehen hat die Anstalt vielleicht fünfzig Rabbiner, nicht Einen na!nhasten jüdischen Gelehrten ttt das Leben geschickt; ginge es auf diesem Wege fort, so würden wir in einem Jahrhunderte bloße religiöse Beamte haben, und die jüdische Wissenschaft, die Mütter jüdischer Lehre nnd Sitte, würde mit Noih und Kummer sich einen Menschen suchen gehen. Dies kann nicht der Zweck einer Anstalt bleiben, in deren Hände die höhere Leitung der religiösen Interessen unserer Glaubensgenossen gelegt ist. Ariefe aus London. VIII. London, die Weltstadt, wird wie Sie wohl vermutheu auch an Wohlthätigkeitsanstalten hinter keiner andern Stadt zurückstehen: und Ihre Muthmaßung täuscht Sie wenigstens hinsichtlich der Juden nicht. Ist doch MildthäLigkeit und Vereinigung zu solchem Zwecke ein charakteristisches Zeichen der Inden: 1mt> wo sich je auch noch so eine kleine Gemeinde befindet, es ruhet unter ihr der Geist der Verbrüderung zu wohlthätigen Zwecken, und er scheint allenthalben mit den ersten Ansiedlem eingezogen zu sein. Ich werde vielleicht Gelegenheit finden,

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