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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-02-01 · Heft 5 (Februar 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 5 (Februar 1852)
Article
Briefe aus Paris
Date
1852-02-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Briefe aus Paris. 177 Warum soll ein Mitglied eines Departemcntal-Consistorimns aus der Centralverwaltung auszuschließen sein? Gibt es denn der Fähigen so Viele, oder ist der Cmnul hier zu befürchten? Sehn wir nicht so Manche zugleich im Municipalrathe die Angelegenheiten der Stadt, im Gcneralratbe die Geschäfte des Departements, im obersten Nathe des Gesamtvaterlandes die Bedürfnisse des Staates besorgen, ohne daß jenes einen Grund zur Klage gebe! — Trotz dieser so bedeutenden Mängel hat das Central-Consistorium doch jenes nie genug anzuschlagende Verdienst, die Einheit der französischeu Juden mit Würde immer darzustellen und in den wichtigen und schwierigen Lagen mit Eifer und Energie die Sache derselben in die Hand zu nehmen, damit weder Gefahr deren Stellung verrücke, noch ein Makel am geheiligten Namen Israels hangen bleibe.. Driefe ans London. VII. Mein heutiges Schreiben lehnt sich an die ans der wärmsten Inuigk'eit des Gemüthes gesprochenen Worte: ״Aus dem Munde der Kinder und der Säuglinge befestigt der Herr sein Reich." Dieser Brief wird Ihnen erzählen von den ferneren israelitischen Unterrichtsanstalten Londons: und da anzunehmen ist, daß viele Ihrer Leser von der Tiefe dieses Spruches durchdrungen sich für Erziehung und Unterricht der Jugend interessiren und einer Statistik hierüber ihre Theilnahme schenken, so will ick) getrost an meinen Bericht gehen. Wir halten uns, nachdem wir die große Freischule kennen gelernt, nach Westend gewendet.*) Hier treten wir in die jüdische Knaben- Fr ei schule (Western Jew’s Free school for Boys) ein. Ursprünglich lebten die Juden der Hauptstadt im östlichen Theile concentrtrt; allmälig zogen die Wohlhabenderen nach der Westend; viele Aermere folgten ihnen: so wurde schon vor länger als 30 Jahren die Gründung einer Unterrichtsanstalt nothwendig. Sie wurde zugleich durch die Thätigkeit von Abraham Rees unter obigem Namen iiüs Leben gerufen. Gegenwärtig entfaltet der Präsident H. L. Keeling unermüdlichen Eifer für das Gedeihen dieser Schule, die jetzt 70 Zöglinge enthält. Der Unterrichtsplan umfaßt die hebräischen und englischen Elementarobjekte. Hauptlehrer ist Alexander B. Davis. — Die Aussichten der *) Vergl. drittes Heft 5. und 6. Brief. Frankel, Monatsschrift. l. 14

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