Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1851)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1851-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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112 Rezensionen und Anzeigen. eine gebieterische Nothwenbigkeit: und daher beschäftigt sich ein §. ausschließlich mit der Citationswei.se und Auffasiung Philo's. — ^lv-ch die Alexandriner Ezekiel und Aristobul finden in diesem Werke eine Besprechung. Dem Werke folgen Zusätze. In diesen wird zurückgegangeu auf eine frühere Behauptung des Textes, daß auch in den späteren Psalmen .noch keine Erwähnung des Messias sich findet, und wird die Zeit für mehrere dieser späteren Psalmen ausgesucht. Diese Zusätze bringe)! ferner eine Untersuchung über den samaritanischen Pentateuch, auf die auch im Werke selbst mehrfach hingedeutet wurde. Es wird nachgewiesen, daß nicht die Septuaginta ihn, sondern er die Septuaginta benutzt habe; und daß seine Diction von grober Unwissenheit der hebräischen Sprache zeige, also nur aus später Zeit herrühren kann. Er ist ein Compositum mehrerer Unwissenden und Unberufenen. Hieran schließt sich eine Besprechung der samaritanischen Religionsgeschichte und der Sage der bei den Samaritanern gefundenen Taube. Dem Werke gehet ein Jnhaltsverzeichniß voran, das die Vorzugkicheren Stellen nachweiset. -Frankel. Wissenschaftliche Aufsätze. Jüdisch-geschichtliche Studien von Dr. H.' Grätz. Es gibt in der Geschichte eines jeden Volkes einen besonders beachteten classischen Zeitabschnitt, der immer und immer die Aufmerksamfett der Forscher auf sich ziehet. Es soll zwar für den Geschichtssorscher keine Lieblingsperiode geben, weder in dem Sinne, daß ihretwegen andere Perioden vernachlässigt, noch in dem anderen, daß deren Schwächen mit dem Mantel der Liebe verdeckt würden. Allein dem Herzen läßt sich nicht gebieten.׳ sobald eine Geschichtsperiode Trägerin geworden für die Gestaltungen nachfolgender Jahrhunderte, sobald ihre unwesentlichen wie wesentlichen Formen und Gebilde mustergültig für die nachfolgenden Geschlechter geworden sind — was man aber elassisch nennt — macht es sich wie von selbst, daß sie für die Forschung eine eigene Anziehungskraft hat, die ihr auf Schritt und Tritt folget und ihre geheimsten Falten mit grenzwächterlicher Neugier durchsucht. —-