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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-12-01 · Heft 3 (Dezember 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 3 (Dezember 1851)
Article
Briefe aus London
Date
1851-12-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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102 Briefe aus London. Armenschulen voll beut jährlichen, durch das Parlament bewilligteitUnterrichissond beharrlich ausschließt: eine Unbilligkeit, für die es kaum möglich ist, auch nur ctiteit Scheingrund auszttführen und die bereits eilt Gegenstand ernster Rüge in der christlichen Presse gewesen ist. Um diese Anomalie ztl beseitigen, bat das ,,Londoner Comitü der britischen Inden", eine Körperschaft, in der fast alle Gemeinden des Vereinigtelt Reiches vertreten sind, jüngst entschiedene Schritte eingeleitet. So hat der einflußreichere und bemittelte Theil der jüdischen Bevölkernng ltichts versäumt, um für die Kindererziehnng ihrer ärmeren Glaubensbrüder wirksam ztl sorgen; allein es war und ist ihr nnmöglich, die üebel zu beseitigell, die eine volle Entfaltung der Segnungen jener Anstalten vereiteln. Es ist nämlich eine betrübende Thatsache, daß die Schüler durchschnittlich schon mit dem II. Lebensjahre die Anstatt verlassen, weil sie von ben Eltern zum Mitermerb des Unterhalis gebraucht werden; und selbst uieht die Vortheile der größern Benesizien, die sie in der höchsten Klasse der Schule genießen, vermögen sie länger darin zurückzuhalten; so daß jetzt von beit 640 Zöglingen der Knabenschule fatmt 20 das dreizehnte Jahr überschritten haben. Diesem überaus bedauerlichen Uebelstande zu steuern, liegt nicht tu der Macht der Anstalt; und sie muß es günstigen Zeiten überlassen, auch in diesem Punkte ein erfreuliches Resultat zu sehen. Indessen wird die ausgedehnte und segensreiche Wirksamkeit der Anstalt aus der einen Thatsache hinlänglich klar, daß bis jetzt in derselben 6300 Armenkinder Erziehung und Kleidung genossen haben. VI. Wir haben eine weite Strecke zurückzulegen, nm zu anderen in Westend sich bestndenden Jugcndanstalten Zu gelangen. Dort werden manche Wahrnehmungen Sie mit Hochachtung gegen die englischen Frauen erfüllen, die je höher ihre Bildung nm so tiefer und inniger ihr religiöses Leben und Wirken, um so wärmer ihr Eifer in Wort und That für Glauben nud Menschheit auszuführen, trotz seiner Erziehung und Wohlstand u nmitte Ib ar Hand anzulegen , p e r sön l i ch für Schulen und Wohlthätigkeitsanstalten thätig zu sein. Daher sott aus unserm Wege nach Westend die echte Repräsentantin der jüdischen Frauen Englands, Grace Agntlar, den, Gegenstand unserer Unterhaltung bilden: in ihr offenbart sich die seltenste Vereinigung echter Bildung mit der tiefsten -Religiosität. Meine MiLtheiltmg beruhet zwar nicht aus persönlicher Bekanntschaft; aber ich führe für sie eine treffliche Beobachterin, Mrs. S. E. Hall au, die im Maiheft des Art-Journal

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