Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 2 (November 1851)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1851-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Necensionen und Anzeigen. 67 des N. Elieser" kennt, daß Jbe Esra, der Zeitgenosse und Freund Jehuda Ha-Levi's, so viel von dein Verhältnisse beider Boraita's wissen konnte, als dieser, und doch beide Namen gebraucht, haben wahrscheiniich weder Hr. Goldberg noch Hr. Rabbiner Adler dem Herausgeber suppeditireu wollen. (Forischung folgt.) התהי׳ Hattechia, h e r a n s ge geben von Senior Sachs, genannt K'eidanSky. Berlin 1850. Unter diesem Titel beabsichtigt Herr Sachs noch ungedruckte oder nicht mehr vorhandene, werthvolle Werke der hebräischen Literatur mit gelehrten. Erläuterungen über das Leben der Verfasser, den Inhalt der Schriften und schwierige Stellen in der altjüdischen Literatur der Tal- Nlude und Midraschim herauszugeben, wobei die Erläuterungen jedoch deu bei weitem größeren Theil ausmachen. In vorliegendem, in corrccter und gut hebräischer Sprache verfaßten Schristchcu liefert nun'der Hr. Vers, eine in der That glänzende Probe seiner gründlichen Studien und seiner originellen Forschung; und bietet uns, selbst abgesehen von der Wahrheit seiner Resultate, die jedoch in den meisten Punkten nicht fehlen wird, so viel anregenden Stoff, daß gewiß jeder Freund und Kellner der hebr. Literatur sich freuen wird, einmal wieder ein Streben zu begrüßen, das nicht um die Außenseite mit gelehrten Phrafcn sich bewegt, sondern in den Geist der alten Werke dringt, 1111b aus eigenem Anschauen derselben schöpft und Schlüsse fördert. Wenn wir daher auch nicht wüßten , unter welchen Opfern und Entbehrungen der Vers, sich der jüd. Wissenschaft widmet, mit welchem Mangel er kämpft, indem er die Wissenschaft bereichert: so müßte schon die Kenntnißuahme vorliegenden SchriftchenS, dessen schlichte Jnhaltsdarlegung wir hier gebeu wollen, uns im Interesse der Wissenschaft auffordern, so schöne Kräfte und solchen aufopfernden Eifer möglichst zu unterstützen. Denn ohne Zweifel müßten die Resultate des Hrn. Vers, an Neichhältigkeit, Sicherheit und Ordnung sehr gewinnen, wenn demselben Bücher und — sorglose Muße zu Gebote ständen, wie e§ solche Forschungen erheischen! Und nun zur Sache! Es werden in diesem Buche viele Stellen des Maimonides im More, wo er, nach seiner Gewohnheit, viele Gegner seiner Ansichten ohne sie zu bezeichnen, angreist, beleuchtet und ihre Beziehungen, so wie die betreffenden Gelehrten nachgewiesen und zwar mit vielem Scharssinn und überzeugender Klarheit. An diese Beleuchtung knüpfen sich,