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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 508

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Die Synagoge in Ellrich am Südharz
Date
1939-01-01
Page
Seite 508 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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508 Baliel Wischnitzer-Bernstein desverband Jüdischer Gemeinden aufbewahrt wird. Es enthält einen Bericht von Rabbiner Martin Koppenheim, dessen Untersuchung der Inschriften der Ellricher Synagoge von mir zum Teil verwertet wurde. Jedoch habe ich beim Nachweis der Quellen der Schriftstellen nicht nur die Bibel, sondern hauptsächlich den Siddur und den Machsor herangezogen, weil es wichtig war zu zeigen, wie die Synagogeninschriften vom liturgischen Gebetzyklus bestimmt waren. In Polen bildeten sie das Programm für die Wand- und Deckenmalereien der Synagogen. Bild und Gebet waren eine Einheit. Der Landesverband besitzt unter seinem Ellricher Material ein handschriftliches Gutachten des Architekten Alex Pinthus, Köln- Sülz, vom Jahre 1927. Es erwies sich in seinem geschichtlichen Teil insofern als überholt, als seit 1927 eine Reihe von einschlägigen Veröffentlichungen erschienen sind. Die architektonische Beschreibung der Synagoge wurde von Herrn Pinthus lediglich auf Grund von ihm zugegangenen schriftlichen Mitteilungen unternommen, ohne Untersuchung des Baues an Ort und Stelle. Hierdurch erklärt sich die irrtümliche Annahme des Verfassers, die Ellricher Synagoge sei zweischiffig. Eine Schilderung meiner Reise nach Ellrich habe ich im Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde Berlin vom 28. November 1937, Nr. 48, veröffentlicht, mit Abbildungen des Toraschildes und des Chanukkaleuchters der Ellricher Synagoge.

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