Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Die Herkunft und Entstehungszeit des Talmudtraktats Tamid
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Herkunft und Entstellungszeit des Talmudtraktats Tamid 263 werden etwa רמיות aufgeworfen und beantwortet. Im allgemeinen lesen wir nur kurze, sachliche, kommentative Bemerkungen9. ]Eine reguläre Sugia mit ausführlichem שקלא וטריא haben wir beinahe10 bloß zum siebenten Stw. im ersten Abschnitt. Das neunte Stw. in diesem Abschnitt bietet einen ausführlichen aggadischen Exkurs. Ebenso ist die längere Ausführung zum ersteh Stw. im zweiten Abschnitt im Grunde genommen nur aggadischer Exkurs. 3 Die Provenienz des Materials und die in ihm vorlcommenden Autoren a) Das Material, das bloß in Tamid vorkommt Im ersten Abschnitt begegnen wir in den Ausführungen zu den einzelnen Stichwörtern folgenden Autoren: Im Stw. 1 Abaje und R. Aschi. Die Ausführung zu Stw. 2 ist anonym. In Stw. 3, 4, 5 kommt bloß Abaje vor. Stw. 6 ist durchweg anonym. In der dort anschließenden ־תנן התם Sugia lesen wir zunächst: מנה״מ א״ר יהודה מסורא וא״ל במתניתא תנא; hernach erscheint Abaje, der sich eben hierauf bezieht* 11. Die Ausführung zum Stw׳. der חגן התם -Mischna: מתוכו... ובחוץ ist anonym. Dagegen stoßen wir in der Ausführung zum zweiten Stw. aus derselben Mischna auf Abaje und Rawa. East die ganze תגן התם-Sugia rührt demnach von Abaje her, oder ist doch vor ihm gelernt worden. Die Ausführung zu Stw. 8 ist anonym. Die ganze im Stw. 9 vorkommende תגן התם-Sugia ist bloß hier vorhanden; es ist jedoch nicht zu ersehen, in welchem Zusammenhang sie mit dem Textrahmen steht. Soll vielleicht ואבוקות דולקות—והנרות דולקץ das tertium 9 Vgl. die Ausführungen zu den Stichwörtern 2, 4, 5, 6, 12 im ersten, 3 im zweiten und 1 im vierten Abschnitt. 10 S. noch die Ausführung zu Stw. 10 im ersten und 2 im zweiten Abschnitt. 11 Die Bemerkung Rabba b. Schilas zu מאי לפרבר dürfte aus Zebachim 55b stammen und bei uns späterer Zusatz sein. Ebenso kommt der Satz des R. Jehoschua b. Lewi für Tamid nicht als ursprünglich in Betracht; vgl. die dort am Rande notierten Parallelen.