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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. 170

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Die Scheu vor Unbekanntem, Unbenanntem in Agada und Apokryphen
Date
1939-01-01
Page
170 (sequence 1)
Language
German
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Die Scheu vor Unbekanntem, Unbenanntem in Agada und Apokryphen1 Von Bernhard Heller Dank der Unermüdlichkeit Abraham Kahanas liegen uns nun die jüdischen Apokryphen und Pseudepigraphen in hebräischer Übersetzung oder Rückübersetzung aus dem Griechischen, Äthiopischen und Lateinischen vor. Wer diese bedeutsame Sammlung von Beginn bis zu Ende auch nur durchfliegt, ist unvermeidlich von der Verwandtschaft der Apokryphen mit der Agada betroffen. Von den Bearbeitern beleuchtet vorzüglich Abraham Kahana selbst sowie Em. Stein in gediegenen Erklärungen diese Verwandtscliaft. Was Kahana in diese Sammlung aufgenommen hat, ist meistens Agada. Selbst Sirach bietet Agadisches. Die einzige Ausnahme erblicke ich im ersten Buch der Makkabäer, welches füglich den geschichtlichen Büchern unserer Bibel an die Seite zu stellen ist. Schon das zweite Makkabäerbuch steht der Agada näher als der sachlichen Geschichtsschreibung, gar nicht zu reden vom dritten und vierten Makkabäerbuch. Kann aber Agada und apokryphes Schrifttum überhaupt miteinander verglichen werden1? Vertreten doch Hunderte von Tannaiten, Tausende von Amoräern jeder seine eigene Bibeldeutung sowie ja auch von den einzelnen apokryphen Büchern jedes seine besondere Eigenart aufwreist. Trotzdem versuchen wir hier einen Vergleich wenigstens in einem Punkte: wie verhält sich Agada, wie verhalten sich Apokryphen zu dem, was in der Bibel wohl erwähnt ist, aber unbestimmt bleibt, also hinsichtlich Namengebung, Ort- und Zeitbestimmung und scheinbaren Lücken in den erzählten Begebenheiten. 1 הספרים החיצונים לתורה לנביאים לכתובים ושאר ספרים חיצונים תרצ״ז, Tel-Aviv I, II.

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