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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 47

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 1
Article
Zu Meiris Psalmenkommentar
Date
1938-01-01
Page
Seite 47 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Zu Meiris Psalmenkommentar 47 Die Folgerung Neubauers aus diesem Zitat ist jedoch anfechtbar. De Lates spricht doch, obwohl Meiri nur 3 Sedarim kommentiert hat, von einer Erklärung der gesamten mündliehen Lehre. Daher scheint auch die Bezeichnung ״tonte la loi ecrite“ (כל התורה שבכתב) nicht im engsten Sinne aufzufassen zu sein, wenn auch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, daß er außer Psalmen und Sprüchen noch andere Bücher der Bibel kommentiert hat. Dies ist gewiß mit dem Buche Hiob der Fall. Daß er aber in Ps 14695 eine Erklärung erwähnt, die er zu Ez 14g gebracht hat, braucht noch kein Beweis dafür zu sein, daß Meiri tatsächlich einen Kommentar zu Ezechiel geschrieben hat. Denn sehr oft gibt er in den Einleitungen zu seinen verschiedenen Werken ausführliche, exegetische und philosophische Abhandlungen über Bibelstellen. So wird in der Einleitung Meiris zu seinem Talmudkommentar ״Beth Habechira“6 ein großer Teil von Psalm 19 erklärt, der fast wörtlich mit der Erklärung in seinem Psalmenkommentar selbst übereinstimmt. Auch für die Feststellung des richtigen Textes können solche Paralleltexte oft von größter Wichtigkeit sein, wie noch ausführlicher erörtert werden soll. Ebensowenig kann man aus einer im Psalmenkommentare (Ps 151B) angeführten Erklärung zu Nun! 1615 auf einen ganzen Kommentar Meiris zu letzterem Buche schließen. Übrigens ist die Annahme, Meiri hätte einen Kommentar zur gesamten Bibel verfaßt, auch schon deshalb bedenklich, da in diesem Fall von einem solchen umfangreichen Werke doch wohl sehr wenig übriggeblieben wäre. Mit absoluter Sicherheit kann diese Frage jedoch nicht gelöst werden. 2. Die folgenden Werke Meiris werden in seinem Psalmenkommentar erwähnt: a) Kommentar zu Mischle; er muß früher abgefaßt sein als der Psalmenkommentar, da letzterer in ihm nicht angeführt wird. 5 Genannter Psalm ist im Kommentar Kapitel 147, da Meiri Psalm 118 nach korrekten Manuskripten, wie er selbst bemerkt, in zwei Abschnitte teilt, und zwar von V. 1—20 (Ps 118) und von 21—25 (Ps 119), wodurch er auf die Gesamtzahl von 151 Psalmen kommt. 6 Diese Einleitung־ findet man bei Meiris Kommentar zu Nedarim, Nasir u. Sota (Livorno 1795, Halberstadt 1860).

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