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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 177

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Briefe von Ludwig Markus an Leopold Zunz
Date
1937-01-01
Page
Seite 177 (sequence 1)
Language
German
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Ismar Elbogen: Briefe von Ludwig' Markus an Leopold Zunz 177 Briefe von Ludwig Markus an Leopold Zunz. Mitgeteilt von Ismar E1 b o g e n. Dem Schreiber der nachfolgenden Briefe hat Heinrich Heine durch die Denkworte, die er ihm nach dem Tode gewidmet1, die Unsterblichkeit gesichert. Ludwig (Louis) Markus (1798—1843) gehörte, wie Zunz, dem Verein für Kultur und Wissenschaft der Juden an und war eines seiner eifrigsten Mitglieder. Er wurde zum stellvertretenden Schriftführer gewählt und führte als solcher das Protokoll, als Heine in den Verein aufgenommen wurde, auch als dieser später ein Referat über die Stellung der Frau im Judentum hielt. Er hielt auch Vorträge im Verein und lieferte für dessen Organ, die Zeitschrift für die Wissenschaft des Judentums, einen Beitrag über die Naturseite des jüdischen Staates2. ״Schon in Berlin war Markus ein Polyhistor, er stöberte in allen Bereichen des Wissens, er verschlang ganze Bibliotheken, er verwühlte sich in allen Sprachschätzen des Altertums und der Neuzeit, und die Geographie, im generellsten wie im partikularsten Sinne, war am Ende sein Lieblingsstudium geworden; es gab auf diesem Erdball kein Faktum, keine Ruine, kein Idiom, keine Narrheit, keine Blume, die er nicht kannte — aber von allen seinen Geistesexkursionen kam er immer gleichsam nach Hause zurück zu der Leidensgeschichte Israels, zu der Schädelstätte Jerusalems und zu dem kleinen Väterdialekt Palästinas, um dessentwillen er vielleicht die semitischen Sprachen mit größerer Vorliebe als die andern betrieb . . ״Außer einigen linguistischen, astronomischen und botanischen Schriften, hat Markus eine Geschichte der Vandalen in Afrika, und in Verbindung mit dem Professor Duisberg eine nordafrikanische Geographie herausgegeben. Er hinterläßt in Manuskript ein ungeheuer großes Werk über Abessinien, welches seine eigentliche Lebensarbeit zu sein scheint, da er sich schon zu Berlin mit Abessinien beschäftigt hatte. 1 Ludwig Markus. Denkworte. Geschrieben zu Paris, den 22. April 1844 für die Augsburger ״Allgemeine Zeitung“. Im März 1854 um eine ״Spätere Note“ vermehrt, in die ״Vermischten Schriften“ aufgenommen und in allen Äusg־aben der Werke Heinrich Heines veröffentlicht. 2 S. 401—18. Monatsschrift, 81. Jahrgang 12

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