Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Bemerkungen über Bachjas Stil im Kitab al-hidaja ila fara'id al-qulub und dessen Übersetzung durch J. ibn Tibbon
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 8)
- Language
- German
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Leo Strauß: Der Ort der Vorsehungslehre 93 Grundlagen verwende! wird, wie la jagüzu u. a. In manchen Teilen gelingt es Tibbon, den Wortreiehtum des Originals wiederzugeben, wie z. B. in der Einleitung, wo die Gliederung des Werkes behandelt wird, entsprechen den zehn synonymen Ausdrücken des Arabischen auch zehn verschiedene sinnverwandte hehr. Wörter, und zwar — ,הסכמתי, עיינתי, התבוננתי חקרתי. und נתבאר לי, חשבתי, שוטטו רעיוני, הבינותי, חפשתי, השיבותי אל מחשבתי Im allgemeinen darf man doch sagen, daß trotz der nachgewiesenen Mängel die Tibbonidische Übersetzung sowohl dem geschulten Philosophen, wie auch dem einfachen Leser aus dem Volke gegenüber ihre Aufgabe erfüllt. Der beste Beweis dafür ist der Streit zwischen Hermann Cohen und Bacher um die Funktion des Begriffs ifeläs, in dem der Nichtarabist Cohen Recht behalten hat5, und die Popularität des חובת הלבבות in unserem Volke. Der Ort der Vorsehungslehre nach der Ansicht Maimunis. Von Leo Strauß. Maimuni behandelt im Moreh Nebuchim die Lehre von der göttlichen Allwissenheit und der göttlichen Vorsehung nicht in einem eigentlich theologischen Zusammenhang. Er kommt auf diesen Gegenstand erst im 3. Teil des Moreh zu sprechen, nachdem er die thematische Behandlung wenigstens folgender Gegenstände abgeschlossen hat: 1. der Namen und Eigenschaften Gottes (I 1—70), 2. des Beweises der Existenz, Einheit und Unkörperlichkeit Gottes (I 71—II 1), 3. der separaten Intelligenzen und der Weltordnung (II 2—12), 4. der Schöpfung der Welt (II 13* 1—31), 5. der Prophetie (II 32—48). Auf die Besprechung der Prophetie folgt unmittelbar die thematisdie Interpretation des ma6aseh merkabah — Ezechiel 1 und 10 — (III 1—7). Diese Interpretation schließt mit der Bemerkung, daß, während alles Vorhergehende ״bis zu diesem Kapitel“, also 11—III 7, für das Verständnis des ma'aseh mer- 5 Vgl. meine erwähnte Untersuchung. 1 S. H 11 Ende.