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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 1 · p. Seite 36

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 1
Article
Das Eisen
Date
1937-01-01
Page
Seite 36 (sequence 12)
Language
German
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36 Immanuel Löw Zypressen für den Ban mit eisernem Zeug. So heißt es denn auch: ״sie brachen große, wertvolle Steine (1 K 581) zur Gründüng des Heiligtums auf behauene Bausteine44. Als man aber die Steine an die Baustelle brachte, um die Mauern aufzuführen, bearbeitete man sie nicht mehr mit Eisen, wie die Maurer es sonst tun. Hierauf zielt: ״von ganzen, fertig vom Steinbruch kommenden Steinen wurde gebaut44 (1 K 6T, 36) —■ nicht als ob es gänzlich unbehauene Steine gewesen wären, sondern vollkommen zubehauene, schartenfreie — wenn auch nicht nagelgeprüfte — Steine, glatt und schön gearbeitet. massa meint schwere, große Bausteine, wie sie aus dem Steinbruch kommen. Man z er stückte sie am Steinbruch nicht, wie man sonst tut, in kleine Stücke, sondern löste die Steine in ganzer Größe aus dem Felsen und behaute sie. Am Bauplatze selbst aber wurden sie nicht, wie sonst üblich, mit Hammer und Kelle versetzt. Salomo wünschte nicht, daß man beim Bau auf dem Berge das Hämmern des Eisens höre. All dies sollte das Eisen vom Bau fernhalten, wie R. Nehemja (Sota 48b) annimmt. Nach R. Jehuda verwendete Salomo die behauenen Steine nicht beim Heiligtum, sondern bei seinem Palastbau. Auf dessen Baumaterial bezieht sich also der Schriftvers. Es scheint auch der einfache Wortsinn zu sein, daß Salomo für den Yorhof behauene Steine verwendete, denn es heißt: ״er baute den Yorhof aus 3 Reihen behauener Steine44 (1 K 636). Er erschwerte die Sache nur in bezug auf das eigentliche Heiligtum, um das Eisen fernzuhalten. Die von David hinterlassene große Eisenmenge wurde zu Werkzeugen für den Steinbruch und das Ausroden der Bäume verwendet. Schließlich sei noch Einiges aus anderen Kommentaren zur Jitro-Steile mitgeteilt. R. Abraham Ibn Ezra (um 1167) lehrt: hereb ist ein Gattungsname für alles eiserne Schneidewerkzeug. Der Grund des Ausschlusses ist, man könnte einen Teil desselben Materials zum Götzendienste verwenden. Das sollte nicht geschehen, wie von dem Opfer kein piggül bleiben sollte (Kommentar z. St. auch in ed. L. Fleischer, Wien 1926 S. 150).

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