Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Eisen
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Immanuel Löw mehrere Funde von Eisenwerkzeugen, nicht Waffen!, aus viel älterer Zeit sind in Ägypten nach Olshausen nachgewiesen. Dann wird mit der Möglichkeit zu rechnen sein, daß eine gewisse Fähigkeit, Eisen zu gewinnen und zu schmieden, in Ägypten viele hunderte von Jahren früher vorhanden war. Diese könnte dort zur Anfertigung von Waffen aus Eisen ausgebildet worden sein. Dann bleibt endlich die Vorstellung v. Luschans noch immer berechtigt, daß die erste Übung der Eisengewinnung aus Afrika und von den Negern herstamme/4 Weiter bemerkt Peiser hiezu (OLZ 1915, 6) von Kizwadna, das an der Küste des Schwarzen Meeres zu suchen ist und sich nach Winckler ungefähr mit dem Pontos deckt, liegt die erste authentische Angabe über Eisenfabrikation vor. Im assyrischen parzillu sucht Peiser parz + illu. Letzteres soll eine Endung aus der Sprache der Hatti oder der Mitani sein, und parz sollen eisenbesitzende Parz sein, die in Kizwadna saßen (??). Hebr. barzel hält er für ein Lehnwort aus parzillu. I. b) Bibel: Metalle sind biblisch-hebräisch und tannaitisch Gold, Silber, Kupfer, Eisen, [Zinn] und Blei (Mech. 67b19,32 Friedm. CT Mech. 224 MT 20, 16). Die absteigende Rangleiter ist dieselbe (Sifre II 43 f. 81b Friedm. CT Sifre S. 97). T. hat als vorletztes Metall בדיל, auch LA der Mechilta. Vom Banne der eroberten Stadt Jericho ist die Beute des Heiligtums ausgenommen: alles Gold, Silber, Kupfer und Eisengerät (Jos 69, 24). Dieselbe Reihenfolge liegt im Altägyptischen, im Assyrischen und in den Veden vor (Schräder 221). Nach 2 K 1814 muß Hizkia dem Sanherib 300 kikkar Silber und 30 kikkar Gold liefern. Nach dem Siegelzylinder des Sanherib bestand diese Brandschatzung im Jahre 701 außer Gold und Silber auch aus Kupfer, Bronze, Zinn und Eisen (Hommel bei v. Lippmann, Alchemie 1, 613). Herrn Prof. Mittwoch verdanke ich folgenden Nachweis (4. XI. 1936): Fritz Hommel, Gesell, d. alten Morgenl. S. 1533: 20 Talente Goldes, 800 Talente Silbers, Edelgestein, Antimon (guchli — 3 Prismainschrift Sanheribs, des sog־. Taylor־Cylinders Col. III, Z, 34 ff.