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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 77

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 1
Article
Jüdische Grabsteine und Urkunden aus der Steiermark
Date
1936-01-01
Page
Seite 77 (sequence 20)
Language
German
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Jüdische Grabsteine und Urkunden aus der Steiermark 77 9. StLA. 2936b. Salzburg23 ,1365 ,־. April74. [Erzbischof Ortolf von Salzburg überläßt Vlreich dem Schärffenberger ein Haus des Erzstiftes zu Pettau gelegen, das einst dem M lisch, Enkel des Isserlein aus Marburg gehört hat]. Wir Ortolf usw. verichen! usw., daz ־wir von. der erbern dienst wegen, die vns vnd unserm goczhaus vnsr getrewr Vlreich der Schaerffenberger getan hat vnd auch hinfur tuen sol, demselben Vlreich vnd seinen erben gegeben haben, alz verr wir mit recht mügen., daz haus gelegen in vnser stat ze Pettow!mit allev dev vnd dar zu gehört, daz vns vnd unserm goczhaus .ver!iallen vnd1 ledig worden ist von Müschen unserm Juden, weil׳ent׳ Izzerleins dezjuden. eninkehel von Marchpurg. Vnd1 darvber ze vrchund geben wir in disen brief ver« sigelten mit vnserm anhangundem insigl. Der geben, ist ze Salzburg an Mittichen vor sand Görgentag nach Christs gepurt drevczehen'hundert iar darnach in dem fünfvndsehzkisten. iare. 10. StLA. 3055d. 1369, 12. Juli. [Eysach der Jude von Pettau verkauft seinen Weingarten in der Cunczken unter St. Peter bei Marburg an das Minoritenkloster zu Marburg75]. vnsers l'iben herren stat bischof Vlrich ze Guerk vnd von seinem: gescheft vnd auch von vnserselbwegen an der raitung gesezzen haben vnd recht vnd redileicih geraitet haben mit vnserm getrewn Ruedolfen von Sewnek, waz er hern Merten von Reichenek seligen; chinder Mertleins vnd Hensleins guet ingeniomen hat, ez sei von noetzen^ oder von wev in ier guet emphangen hat, wie ez genant ist, als lang er ier guet inne gehabt hat, vnd auch da er der chinder guet ...... verchauft oder versetzt hat. Daz hat er alles an der chinder guelt geben vnd hat vns däz schoen gar vnd gentzlich verraitet durich seiner trewen willen, wie wol• er sein nicht wer gepunden ze verraiten, als ander gerhahen. Vnd sind die chinder noch darueher schuldig beliben den Juden ze Pettowe drev hundert march vnd zwainczich mar eher alter Gretzer phenning, vnd waz Schadens darauf gangen hat sider (seit) sand Gorgen tag der nest fuer ist/*:. ״Die vorgenanten vest vnd gueter will er inne haben vntz von sand Merten tag der schirist chumpt veber acht iar vnd von den nuetzen der gueter die acht iar wil er die voergenanten־ drev hundert march vnd zwainzich march Graetzer phenning di e n Juden z e Pettowe die acht iar gelten! vnd waz Schadens die weil darauf get.** Vnd wenne die acht iar auzchoment, soll er die genannten Güter ohne andere gegenseitige Forderung rück« stellen:. Um den Schaden, der auf die. obgenannten 320 Mark $ gegangen •ist bei den Juden seit Georgentag, dafür soll Herr Rudolf verkaufen!, was die Kinder zu Veustritz haben usw. — Bei dieser Gelegenheit möchte ich, um Irrtümern vorzubeugen hervorheben, daß bei Altmann, a. a. 0.y S. 89 f. 2 Urkunden erwähnt werden׳, aus welchen^, weil! sie unmittelbar an Pettauer Häuser angegliedert erwähnt werden, zu schließen wäre, daß sie Pettauer Judenhäuser betreffen-. Das ist nicht der Fall, weil es sich d'ort um Salz« burger Judenhäuser handelt.. 74 Eine Kopie des 14. Jahrh. im Pgt. Cod. d. Stift. St. Peter in Salz« bürg: ״Rescr. cp. Pilgr.** Nr. 19. Bei Pirchegger, S. 18, nicht verzeichnet. Vgl. überdies auch Altmann, S. 89 f., wo noch 2 Judenhäuser aus der Zeit vor 1349, ihrer Vertreibung, erwähnt werden!, das eine Haus ״in der Zelle**, das andere, das einem gewissen Aron gehörte. 75 22%X22 cm große Originalpergamenturkunde •mit den angehängten׳-, gut erhaltenen 2 Siegeln des Bergmeisters Chunrat und des Stadtrichters

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