Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Jüdische Grabsteine und Urkunden aus der Steiermark
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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76 D. Herzog 8. StLA. 23021>. Cilli, 1347, 21. Jänner. [Rudolf von Sanneck bekennt, von seinem Herrn, dem Grafen Friedrich von Cilli und seinen Oheimen Mertl und Hensl die Veste Reicheneck auf 8 Jahre gegen angegebene Bedingungen in! Verwaltung genommen zu haben, namentlich der Übernahme von 320 Mark Grazer Pfennige Schulden* die seine Oheim© bei J ud'e n i n P e 11 a u verhaftet waren].72 Ich Rudolf von Sewnek, mein wiertinn vnd vnser erben verichen vnd tuen chunt offenlich mit -diesem brif, daz wier loben vnd gelobt haben pey vnsern triwen ■an aides stat dem edelen vnserm genadigen herren graf Fridr-eich von Cili vnd vnsern liben oheimen Mertlein vnd Henslein, daz wier den voergenanten vnsern oheimen Mertlein vnd Henslein, bruedern von Reichenek ier vest Reichenek vnd ier gueter, di sev yetzund vnuer״ chumert habent, die pey nam stent an dem brif, den ich darvmb inne han von meim voergenanten herren vnd von meinen egenanten oheimen, daz wier in die egenanten vest vnd gueter inne sullen haben! vntz von sand Mertenstag, der nest chumpt veber acht iar, vnd von den nuetzen der gueter die acht iar sullen wier die acht iar gelten die drev hundert march vnd zwaintzich march alter Gretzer phenning, die vnser vorgenant oheim noch sind schuldig beliben, den J u d e n ze Pettowe vnd auch denschaden, der die weil , darauf get. Vnd wenn© die voergenanten acht iar auzchoment, so sullen wir vnsern voergenanten oheimen oder iren erben ier voergenant vest vnd gueter wider antborten vnuerchumert vnd vnbeschedigt an alles geiierde. Aber vmb den, schaden, der auf die egenanten d'rew hundert march vnd zwaintzich march phenning gangen hat sider sand Georgen tag (24. April), der nest fuer ist, vntz auf heutigen tag, da sullen wier vnser voergenanten oheimen! guet vmb verchauf f en, waz sev ze Veustritz habent, vnd den schaden damit gelten. Pringt daz guet icht mer danne den schaden, daz sullen wir den chindern widergeben. Auch sullen wier di voergenanten vnser oheimen die egenanten acht iar pey vns haben; vnd waz sev inner hausse ver tz er ent an eheste, da sullen wier sev vmb verlegen; waz sev aber fueter beduerfen vnd phert vnd gewant vnd waz sev auzzer hausse vertzerent, daz sullen wier in raiten. Vnd wenne die voerg'enanten acht iar auzchoment, so sullen sev vns daz gelten., Auch sullen vnser voergenant oheim fuerbaz dhain vordrung an vns haben noch gewinnen, dann© wanne die voergenanten acht iar auzchoment, so׳ sullen wier in ier egen an,t vest vnd gueter wider antborten, als voergeschriben stet, an alles geuerde. Mit vrehund des brifs, der versigelt ist mit meins egenanten Ruedolf an״ hangundem insigel. Der geben ist ze Cili nach Christes gepuerd drevtzehen hundert iar darnach in dem syben vnd viertzchistem iar des suntags an sand Agnesentag73. 72 Orig. Pergamenturkunde mit dem angehängten, bereits Nr. 7 be״ schrieben en und ein wenig verletzten Siegel Rudolf von! Sannecks. Vgl. auch Pirchegger, S. 18, s. i. 73 Eine an demselben Tage, 21. Jänner 1347 in Cilli ausgestellte Ur~ künde, die im Original auf Schloß Grainburg, Oberö st erreich und in einer Kopie im StLA. (Auszug) u. ZI.. 2302d sich befindet, enthält eine Ver״ rechnung des Grafen Friedrich von Cilli, worin er mitteilt ,,daz wier an