Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zu einigen akkadisch-hebräischen Wortbeziehungen
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 2)
- Language
- German
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14 H. T &r czy n er lichten, die da zum Erstaunen der Forscher aus den Keilinschriften wiedererstand. Und seitdem hat es nicht an Versuchen gefehlt, das gelegentlich Gefundene zu einem Ganzen zusammenzufassen. So hat Heinrich Zimmern sowohl in der dritten Auflage des Sammelwerkes ״Die Keilinschriften und das alte Testament“ als auch in der 1916—1917 erschienenen Sonderarbeit ״Akkadische Fremdwörter als Beweis für babylonischen Kultureinfluß“ einen Überblick über die Gesamtfrage gegeben. Freilich gab Zimmern in dieser Schrift nur Resultate ohne Begründung und ohne Hinweis auf seine Vorgänger, die alle zu diesen Resultaten beigetragen hatten. Wie Zimmern in der Vorbemerkung zum Register seiner Abhandlung angibt und wie er mir 1917 auch selbst schrieb, plante er eine umfassendere Arbeit, die hierin und in anderen Punkten seine für weitere Kreise bestimmte Schrift ergänzen und ausbauen sollte. Der Versuch von S. Landersdorfer, im besonderen das ״Sumerische Sprachgut im alten Testament“ zusammenzufassen, das durch das Medium des Akkadischen nach dem Westen drang, fußt wesentlich auf Zimmern, ohne im Ganzen Neues zu bieten. L. kennt auch vielfach Zimmems Vorgänger nicht und nennt diesen als Autor mancher Gleichung, über die Z. nur auf Grund früherer Arbeiten referiert. Einen Versuch, die akkadischen Spuren in den talmudischen Quellen zu verfolgen, hat D. H. Pick in seinen ״Talmudischen Randglossen zu Delitzschs assyrischem Handwörterbuch“ 1903 begonnen, aber nicht weitergeführt. So bleibt eine ausführliche und eingehende Ge^mtuntersuchung der akkadischen Lehnwörter/ die in den jüdischen kulturkreis des Altertums eingedrüngdh sind, ein Desideratum. Aber wenn auch die große zusammenfassende Arbeit nicht geschrieben ist, so ist doch in verschiedenen Aufsätzen von vielen Forschem auf zahlreiche hierher gehörige Erscheinungen hingewiesen worden. Und es ist begreiflich, daß in dieser Arbeit von Jahrzehnten so gut wie alles erkannt worden ist, was klar zutage liegt. Wer heute Neues zu diesem Problem beiträgt, wird, soweit er sich nicht auf neues Material stützen kann, tiefer zu suchen haben.* Und so mag. es denn sein, daß die Ergeh« nisse, die auf diesem schwierigeren Wege erzielt werden, nicht immer voll gesichert sein können. Manches wird nur wahr-