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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 13

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 1
Article
Sokrates in der jüdischen Literatur
Date
1936-01-01
Page
Seite 13 (sequence 11)
Language
German
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Sokrates in der jüdischen Literatur 13 ben und Wissen ~~ an diesem Problem haben sich die jüdischhellenistischen Schriftsteller versucht. In ihren Schriften wurde Sokrates als Schüler des Moses hingestellt und auf die Hoheit jjer jüdischen;Frömmigkeit gegenüber der griechischen Weisheit hingewiesen. Dem palästinischen Judentum, das sich der griechischen Weisheit verschloß, blieb Sokrates fremd. Moses und Sokrates, Religion und Philosophie — um dieses Problem hat sich die jüdische Religionsphilosophie von neuem bemüht. Die Sage stellte Sokrates als einen Jünger von jüdischen Weisen hin, und Jehuda halewi ließ, gleich Alfarabi, Sokrates bekennen, daß er nur menschliche Weisheit verstehe;, aber die göttliche nicht erfasse. Die Juden in Italien, die mit jüdischer Frömmigkeit humanistische Bildung verbanden, verehrten Sokrates. Als die Juden in Deutschland im Aufklärungszeitalter jüdische Religäon mit allgemeiner Bildung in Einklang zu bringen suchten, schrieb Hartwig Wessely ein religiöses Epos über Moses, Mendelssohn dagegen machte zum Dolmetsch seiner Ideen Sokrates. Moses und Sokrates, Glauben und Wissen — mit diesem Problem haben die geistigen Führer des Judentums gerungen und es im Wandel der Zeiten verschieden gelöst. Bald haben sie beide als- Geistesverwandte zu versöhnen gesucht und bald wieder voneinander getrennt, von der : richtigen Einsicht geleitet, daß Religion und Philosophie! zwei verschiedene Größen sind und jede für, sich nach verschiedenen Maßstäben gewürdigt werden müssen. Zu einigen akkadiscl1״hebräischen Wortbeziehungen. ׳■■';״; Von H. Torczyner. Seit dem Beginn der Erforschung des Assyrisch-Babylonischen, das 1 wir heute mit den Völkern, die diese Sprache redeten, akkadisch nennen, war die Aufmerksamkeit der Forschung auf die Beziehungen hebräischer Wörter zu äkkadischen Äquivalenten und im besonderen auf die zahlreichen Lehn- Wörter gerichtet, die vornehmlich aus Babylonien ins Hebräische und Aramäische der biblischen und talmuäischen Epoche eingfedrungen waren. Waren es ja zum Teil diese Wortgleichungen selbst, die das erste Verständnis der neuen Sprache ermög-

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