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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 1 · p. Seite 18

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 1
Article
Arbeiten zur Geschichte der Juden in Deutschland [Rezension]
Date
1935-01-01
Page
Seite 18 (sequence 8)
Language
German
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18 Adolf Koker Beweis für die hohe Entwicklungsstufe sind, auf der sich Gei״ stesleben und Verwaltung der deutschen Juden und ihrer Gemeinden während des Mittelalters befunden haben. Mit Remling, Wiener, Carlebach vertritt er gegen Epstein in einem Exkurse die Ansicht, die jetzt wohl allgemein angenommen sein dürfte, daß die Mainzer Flüchtlinge von 1084 nicht die ersten jüdischen Ansiedler in Speyer gewesen sind. Wir gehen über zu den Veröffentlichungen über die Geschichte der Juden in den deutschen Landschaften und Prbvinzen. In den Historischen Studien, herausg. von E. Ebering, ist das Heft 220: Werner Heise, Die Juden in der Mark Brandenburg bis z. J. 1571, Berlin 1932, erschienen. Heise will eine zusammenfassende Darstellung der mittelalterlichen Geschichte der Juden in der Mark Brandenbürg nach den recht zahlreichen Quellen in niederdeutscher oder lateinischer Sprache geben. Er hat auch verschiedene ungedruckte Quellen aus dem Staatsarchiv zu Königsberg i. Pr. und den Stadtarchiven zu Frankfurt a. d. O. und Berlin benutzt. Mit Ausnahme des 16. bis 18. Abschnittes des ersten Teiles ist seine Arbeit im Sommer 1931 als Dissertation der Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität unter dem Titel ״Die Juden in der Mark Brandenburg bis z. J. 1510“ erschienen. Die Abschnitte 16 bis 18 umfassen die Zeit der Judenvertreibung von 1510 bis zur Judenvertreibung von 1571. Wenn auch schon unter den Karolingern und unter den sächsischen Kaisern die Juden nach den Gebieten der späteren Mark Brandenburg Handel getrieben haben und schon besondere jüdische Ansied- Jungen in der voraskanischen Zeit an größeren slawischen Orten bestanden, so kam doch der Hauptstrom der jüdischen Einwanderer erst nach dem Wiederbeginn der deutschen Kolonisation im 12. Jahrhundert unter den Askaniern ins Land. Die früheste Erwähnung von Juden in der Mark findet sich um die Mitte des 13. Jahrhunderts und zwar in Beelitz vor 1247. In 18 Abschnitten entrollt Verfasser die Vorgeschichte der jüdischen Änsiedlung, die Zeit der ausgehenden askanischen Herrschaft (1294 —1319), das Interregnum in der Mark (1319—1324), die Regierungszeit Markgraf Ludwigs des Älteren bis zum Ausbruch der Pestunruhen (1324—1348), die Jahre des schwarzen Todes

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