Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Aus Briefen von W. Gesenius, E. Rödiger, J. L. Saalschütz und J. Ch. Fr. Tuch an Fr. S. F. Benary
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 1)
- Language
- German
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Eugen Mittwoch: Aus Briefen von W. Gesenius u. a. an Fr. S. F. Benary 203 Aus Briefen von W. Gesenius, E. Rödiger, J. L. Saalschütz und J. Ch. Fr. Tuch an Fr. S. F. Benary. Von Eugen Mittwoch. Im Nachlaß des im Jalire 1880 verstorbenen Professors der Alttestamentlichen Exegese an der Berliner Universität Franz Simon Ferdinand Benary finden sich zahlreiche Briefe von Gesenius, Rödiger und Freytag, Bopp, Bohlen und Rosen, von Alexander und Wilhelm v. Humboldt, Rückert, v. Wildenbruch und vielen anderen. Diese Briefe sind für die Geschichte der orientalistischen Disziplinen in den dreißiger und vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts von erheblicher Bedeutung. Ich gedenke sie an anderer Stelle herauszugeben. Auf den folgenden Seiten gelangen zwei Briefe und Teile aus vier weiteren Briefen zum Abdruck1, die auf Fragen aus der Wissenschaft vom Judentum und zwei ihrer Vertreter, Joseph Lewin Saal ■schütz und Fürchtegott Lebrecht, Bezug haben. Saalschütz (geb. am 15. März 1801 in Königsberg, gest. daselbst als Prediger der Jüdischen Gemeinde und Privatdozent für Hebräische Archäologie an der Universität am 23. August 1863), der in seiner Vaterstadt als erster Jude im Jahre 1824 zum Dr. phil. promoviert worden ist, war einige Jahre an der Israelitischen Gemeindeschule in Berlin als Lehrer tätig und wurde dann im Jahre 1829 als Prediger und Religionslehrer nach Wien berufen. Eine Arbeit von ihm wird in Gesenius' Briefe vom 27. November 1828 (Nr. I) erwähnt. Von Wien aus schreibt Saalschütz am 17. September 1829 den unter Nr. II veröffentlichten Brief. Zufälliger Weise tragen das gleiche Datum wie dieses Schreiben zwei Briefe (Nr. III und IV), die die Hallenser Studienfreunde E. Rödiger und J. Ch. Fr. Tuch an Benary richten und in denen sie ihm Fürchtegott Lebrecht (geb. am 16. November 1800 in Memmelbachin Unterfranken, gest. am 1. Sep- 1 Frau Professor Fraenkel in Berlin, einer Tochter von Fr. S. F. Benary, die mir den gesamten brieflichen Nachlaß ihres Vaters zur Veröffentlichung überlassen hat, möchte ich hierfür auch an dieser ►Stelle meinen Dank zum Ausdruck bringen.