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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 157

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
Date
1934-01-01
Page
Seite 157 (sequence 32)
Language
German
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IRI
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Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris ini 2. Jahrh. 157 der Stadt, die sich mit solchen Familien verschwägerten, muß die Veröffentlichung unterbleiben. Höchstwahrscheinlich zielt R. Johanan hier auf Familien in Sepphoris; denn nicht nur besuchte er dort als Knabe die Schule des R. Jehudah I, wo er in der letzten Reihe auf dem Boden saß, Hüll. 54a; 137 b, hörte noch als Kind den Vortrag des in Sepphoris wohnenden R. Simon b. Eleazar, jer. Ma'asr. I, 48 d, 37, wurde dann Schüler des R. Haninah, und eröffnete selbst später als selbständiger Lehrer eine Schule, die er bis zu seiner Übersiedelung nach Tiberias leitete, sondern auch seine Eltern wohnten nach der Sage, Joma 82b, in Sepphoris. Er kannte sonach die, Reinheit und die Makel von Familien in Sepphoris, und da die Lehrer zum Schutze reiner Familien die Namen der bemakelten ihren Schülern mitteilten1, erfuhr er die Einzelheiten im Lehrhause des R. Jehudah I und des R. Haninah in Sepphoris. Das erhaltene Bruchstück der Baraitha2 bemerkt: Über all diese Personen schreibt Elijahu nieder und. Gott unterzeichnet (die Erklärung): Wehe dem, der seine Kinder mit einem Makel behaftet und der seine Familie befleckt und der eine unpassende Frau ehelicht, Elijahu bindet ihn und Gott geißelt ihn, und wer andere bemakelt nennt, ist selbst bemakelt und spricht nie von den Vorzügen der Familie! Die Baraitha ist ohne ihren Urheber angeführt und gehört höchstwahrscheinlich einem galiläischen Lehrer des zweiten Jahrhunderts. Ihre Warnung ist nicht nur volkstümlich gehalten, sondern gebraucht auch weitgehenden, störenden Anthropomorphismus von Gott, und scheint an die Bemakelte enthaltende Gemeinde in• der Synagoge oder im Lehrhause gerichtet worden zu sein, um sie von weiteren Ehen mit Bemakelten abzuhalten. Der nicht erhaltene, voraufgehende Teil scheint, wie Kidd. 3, 12, im Einzelnen von den Personen gehandelt zu haben, die durch Verbindungen mit Personen verschiedener Grade von Familienmakeln selbst ihre Reinheit der Abstammung einbüßen, und auf die Aufzählung folgte die vorhandene Warnung ,,und über alle diese bemakelten Personen“, 1 Baraitha jer. Kidd. IV, 65 d, 46; •b. 71 a. 2 Kidd. 70 a; Derekh eres I: תנא על כולם אליהו כותב והקב״ה חותם אוי לו לפוסל את זרעו ול-וגם את משפחתו ולנושא אשה שאינה הוגנת לו, אליהו כופתו והקב״ה רוצע!/ וכל הפוסל פסול ואינו מדבר בשבחה לעולם

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