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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 41

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Bemerkungen Ignaz Goldzihers zu Levys Neuhebräischem Wörterbuch
Date
1934-01-01
Page
Seite 41 (sequence 8)
Language
German
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Bemerk. Ignaz Goldzihers zu Levys Neuhebräisch. Wörterbuch 41 sehen worden. ל» לדין בעית איידי ליקומך heißt: Willst du nicht von diesem (der Geburt ולד) fordern, ich werfe es vor dich hin d. h. nimm dir die tote Geburt. S. den Kommentar מני משה z. St. S. 28 a. תניא אידך — איךך heißt nicht ,,ein anderer (Autor) lehrt“: wie würde das f. תדא zu rechtfertigen sein? Es heißt aber: eine andere (Borajtha) lehrt, und es ist zu lesen: 1 2אידך. S. 28 a. אדבי — Die Übersetzung der aus B. bathra 3 a angeführten Worte שמח יתירא לביני אדכי ,,Die Zugabe von der Länge einer Faust zwischen den Schichten“ — ist falsch. Es muß heißen: eine Faust (Länge) mehr ist nötig für den Raum zwischen den Schichten. Tierschätznng im Bibelwörterbuch.* Von Bernhard Heller, Budapest. Über die Art, wie die Bibel vom Tiere spricht, äußert sich Sowohl Voltaire, wie Schopenhauer. Ihre Äußerungen widersprechen einander aufs Schärfste. Voltaire stößt sich daran, daß die Juden den Tieren. Vernunft zumuten3. Ihm fällt die Wendung auf (Gen 9S) מיד כל״דזיד. אדרשכו ,,une main au lieu d’une griffe“, ,,Quant aux mains que ce texte donne aux betes il entend leurs griffes“, wenn der Bibeltext von den Händen der wilden Tiere spricht, meint er damit ihre Tatzen. Voltaire beobachtet also; sehr richtig, daß die Bibel das Tier vermenschlicht. Ganz anders Schopenhauer. In seiner ,,Preisschrift über die Grundlage der Moral“ (§ 19, 7) rügt er die Eigenheit mancher Sprachen, namentlieh der deutschen, daß sie ,,für das Essen, Trinken, Schwangersein, Gebären, Steiben und den Leichnam der Tiere ganz eigene Worte haben, um nicht die gebrauchen zu müssen, welche jene Akte beim Menschen bezeichnen, und so unter der Diversität der Worte die vollkommene Identität der Sache zu verstecken.“. ,,Man muß wahrlich an allen Sinnen blind, oder vom foetor 1 So auch bei Dal man s. v. 2 Fruchtbare Anregungen zur Vertiefung der Frage verdanke ich Herrn Prof. Heinemann, mannigfache Belehrung dem Herrn Prof. Otto Stein- Prag, sowie der Gelehrsamkeit meines ehemaligen Hörers Herrn Dr. Telegdi. 3 S. die vorzügliche Zusammenstellung von Hann.a Emmrich, Das Judentum bei Voltaire, 1930, S. 106 f.

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