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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 7

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Was bedeuted sobe Jesaias 1, 22?
Date
1934-01-01
Page
Seite 7 (sequence 2)
Language
German
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Was bedeutet ^9^ . Jesaias 7 (Lisan al-.;'Arab I, 86, 5 v. u., 87, 2, Tag al-‘arüs 13 ,76 ־ff.); die nach den Lexx. ,,Wein“ bedeuten (so auch Lane, IV, 1287). Dem kritischen Bearbeiter des hebr. Wortschatzes muß esindeß auffallen, daß neben dem in mehreren semit., indo-europ. und kaukasischen Sprachen vorkommenden יןן noch ein zweites Wort für Wein da sein sollte. Bei näherem Zusehen findet man denn auch, daß olvoq nicht immer ,,Wein“ bedeuten muß (vgl. £. B. Herodot II, 77: olvos ex xptftijs) und daß die oben angeführten arab. Worte gar nicht den Wein, sondern das Bier bezeichnen. Alle arabischen Originallexx. (s. z. B. die oben angeführten Q " Stellen) erklären sibä' u. s. w. als d. i. ,intoxicating expressed juice of anything‘ (so Lane II, 808 nach Tag III 186 3 v. u.), welches Wort auch heute noch nicht ,,Wein“ sondern ,,berauschen״ des Getränk im allgemeinen“ bedeutet1. In' solchen nicht seltenen Fällen, wo sich die Originallexx. bei der Erklärung eines Wortes mit einem allgemeinen oder unbe- # ״ y 0 י,׳’ stimmten Ausdrucke oder gar mit beigesetztem ist bekannt“ begnügen, müssen wir die Bedeutung des betreffenden Wortes aus der noch lebenden Nachfolge desselben bestimmen, wie dies gerade Lane oft getan hat. Unser siba, sabi’ah hat sich nun unter der Form subjeh in Mekka, Aegypten, im Süden von. Algerien und in Persien erhalten, so daß wir — wie die. folgenden Stellen beweisen — mit Sicherheit sagen können, daß es ein Bier bezeichnete. Burckhardt, Travels in Arabia, London 1829, 117 (deutsche Übers. S. 171): In zwei Laden werden in Mekka öffentlich berauschende Getränke verkauft das eine ,is a sort of bouza [1. büzah oder büzah]2, mixed with spices, and called soubye. This 1 Nach, dem Sahih von al-Buhdrl (starb 870) Abschnitt 74 (kitdb ab qhibah) Kap. 5 (franz. Übersetzung׳ IV 37) wird der hamr aus. fünf (Dingen) gemacht, aus getrockneten Weinbeeren, Datteln, Weizen, Gerste und Honig. .. . 2 Die Zubereitung der büzah aus Gersten- und Weizenbrot ist beschrieben in der unten angeführten Seite aus de Sacy und in Lanes Manners and Customs of the modern Egyptians, London 1842, S. 134.

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