Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 3)
- Language
- German
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'74 Besprechungen geschichte sind die folgenden Veröffentlichungen, in denen •vielfach bisher unbekanntes händsebriftliches Material mit großer Sachkenntnis zum Abdruck gebracht wird: S. Ässaf gibt nach einer Handschrift aus der ״Ersten-Firkowitsch-Sammlung“ Nr. 240 der Leningrader Staatsbibliothek und einer Oxforder Handschrift (Katalog Neubauer-Cowley Nr. 2808) die älteste uns erhaltene Sammlung von Formularen (שטרות) heraus (ספר השטרות לרב האי בר שדירא גאון), Supplement zu Tarbiz, Jahrg. I, Heft 3, Jerus. 1930) und weist gegen Harkavy nach, daß der Verfasser derselben der Gaon Hai, Sohn des Gaon Scherira, ist (vgl. S. 8). Vom gleichen Verfasser ist auch die umfangreiche Arbeit: קובץ של אגרות ר׳ שמואל 5)5-8נ3 «84־243 .5 30ג־02!1) בן עלי ובכי דורו; vgl. auch 3i42; 4146-147; Jahrg. II, 120—121). A. veröffentlicht nach zwei Handschriften aus der ״Zweiten- Firkowitsch-Sämmlung“ der Leningrader Staatsbibliothek (72a und 105s) die Briefe des R. Samuel ben Eli und seiner Zeitgenossen, die uns eine klare Vorstellung von der Bedeutung der Talmudhochschule in Bagdad und ihres Leiters Samuel ben Eli (Zeitgenossen des Maimonides) vermitteln. J. N. Epstein, 62־427) רבינו ברוך מהלב)> ergänzt hier seine bereits früher erschienene Abhandlung: רביכו ברוך מארץ יון (s. a. a. O. S. 27 Anna. 1) über R. Baruch aus Aleppo, einen berühmten Talmudkommentator der Zeit von etwa 4840—4900. E. gibt ein ausführliches Verzeichnis aller von R. Baruch erklärten Talmudstellen und weist nach, welcher Kommentare R. Baruch sich bei der Abfassung seiner Erklärungen meistens bediente; ferner veröffentlicht er einen anonymen Kommentar zu Baba Mezia 7 a—15 a, den er für den Auszug aus einem Kommentar des R. Baruch hält. David Yellin:393) שני דפים מכתב ידו של הרמב״ם-lc6) veröffentlicht aus der Sammlung von Genizah-Handschriften des יעקב מוצרי in Kairo zwei Blatt des “מורה הנבוכים,, im arabischen Original und versucht nachzuweisen, daß sie von Maimonides selber geschrieben worden wären. Z. Diesendruck, התכלית ז(136־4108) והתוארים בתורת הדמביים ist noch nicht abgeschlossen.. Die jüdische Geschichte ist durch folgende Arbeiten vertreten : Tscherikower, תעודות בספר חשמונאים ב' פרק י״א (i3r45), bespricht die vielumstrittene Frage über die Echtheit der Urkunden im zweiten Makkabäerbucii Kap. 11. Seiner Ansicht nach wären sie alle echt (vgl. die hebräische •Uebersetzung auf 'S. 36), nur stammen nicht alle aus der gleichen Zeit. Die Urkunden 1, 3, 4 wären aus dem Jahre 164, aus der Zeit des ersten Feldzuges des Lysias gegen Judäa und beziehen sich auf die diplomatischen Verhandlungen zwischen der Partei der Hellenisten in Jerusalem und der syrischen Regierung. Die Urkunde 2 verlegt er mit Laqueur, aber aus .anderen Gründen, in das Jahr 162. M.Schwahe, ס11־285) מכתבי ליבניום אל הנשיא בארץ ישראל) weist an der Hand der kritischen Ausgabe der Schriften des Libanius (314—395) nach, daß :8 ,,an den Patriarchen“ gerichtete Briefe für גמליאל בן הלל bestimmt waren. In einem weiteren Briefe entdeckt er ein neues Dokument zur Geschichte der Juden im 4. nachchristlichen Jahrhundert und datiert ihn in seinem