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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 62

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
Zu S. 456-463 [Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 62 (sequence 2)
Language
German
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62 : Bernhard Heiter Gottes. So sieht Jose b. Joezer den Sarg seines Neffen in Lüften schweben und ruft;aus: Der ist mir .zuvorgekommen", im:*!Paradies(Gen. <R.' LXV, 22 ed. Theodor 744). Abba Hoschajas Sarg schwebt in'den Lüften, um"zu veranschaulichen, daß die Liebe Gottes zu ihm mehr gilt als aller Reichtum. (Lev. R. XXX, 1). —־ Auch von der Heiligen Lade erzählt Numeri R. X'XI, 12, sie habe sich־ in die Lüfte erhoben, so daß die Kühe der Philister .unter ihr auäreißen. - , . ..־- ' , Hierher gehört auch eine sainaritanische Agada zur Verunglimpfung Zions. אחיידן בר ברד בר תובל קין Achidan b. B-ärad b. Tubäl Kain erbaut Zion, das als Haus des Aussatzes bezeichnet wird. Und dahin versetzt er einen erhobenen (schwebenden?) Stein, den man sinbetet als ,,Fels, auf den sie vertrauten“ (Deut 3237) in der Stadt אדרבם, wo Adam Gott diente, als er aus dem Paradies verbannt wurde (Asätir ed Gaster III 13, 14, englische Übersetzung 214—216). Ausführlicher berichtet פתרון Pitron (Erklärung des Asätir). Achidan stellt in Zion אבן,שחוק auf. Diesen ,Stein hat Adam aus. dem.Paradies mit sich gebracht und's teilte (oder hängte), ihn im Hause des Gottesdienstes auf, und nannte den Ort אדרמם (ed. Gaster'דד ט, englisch 205). Aus seiner Handschrift führt Gaster (S. 216) noch den Samaritaner Meschalma an : Achidan errichtet ein Bildwerk, hängt in der Luft den Stein ohne Säulen auf, die Menschen bewunderten ihn und nannten ihn den Fels, auf den sie vertrauen. Asur, der Söhn Achidans, baute den Ort Zion Tlh, welchen Heiden (Christen) und Muhammedaner Zion nennen. Die Juden glauben, an Zion. Gaster möchte in dieser, samaritanischen Dichtung eine Streitagada gegen die jüdische: Sage vom אבן שתייה sehen. Allerdings in der jüdischen Sage wird אבן שחיה ■nicht in der Luft schwebend gedacht, sondern im. Gegenteil als feste Grundlage für die Weltschöpfung und für das Heiligtum. Die samaritanische .Sage vom schwebenden Zionstein dürfte vielmehr durch eine islamische Auffassung vom ,אבן שת״ד veranlaßt worden sein. Diese: Auffassung kennen wir durch Moses Chadschlz, der in seinem פרשת אלה במעי berichtet, er habe ,von Muslimen: erfahren, daß im Allerheiligsten der Omarmoschee in Jerusalem ein Stein in der Luft hänge, welcher der Grundstein des; Salomonischen Tempels und der Welt sei1.; Besonders , zu beachten scheint bei Meschalma die Benennung:: Zion Tlh. Sollte dies vielleicht. ציון תלוי bedeuten,; und nach dem Stein in den Lüften Jerusalem ,,das aufgehängte Zion“ genannt worden sein? Gewiß hat die Vorstellung von Muhammeds Sarg mitgewirkt, da ja Asätir zweifellos in arabisch-islamischer Umgebung .entstanden ist. : IX. Der Magnetberg. Löw weist auf die fabelhafte Schilderung bei Raschi Berach.. 8a hin: Der Ozean hat Stellen, die kein Eisen vertragen; dort müssen die Schiffs־, balken, anstatt mit Nägeln, mit Seilen zusammengefügt werden. Obadja 1 Steinschneider, Der hängende Sarg Muhammeds, ZDMG 1851, V 378—380. '?; 1 :

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