Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neuere Ansichten über "Toldoth Jeschu"
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 18)
- Language
- German
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Neuere Ansichten über ״Toldoth Jeschu“ 61 Sepharad (Spanien) verbannt worden, das verwandelt nun Juchasin (Sp. 91 b) dahin, daß er Sepharad erobert e; soweit geht die Abhängigkeit! Nachtrag. כנה syr. ״Setzling, Stengel“ (Jahrb. d. j. lit. Ges. XX 308). — Rudolf Hans Bartsch, Seine Jüdin oder Jakob Böhmes Schusterkugel, (Roman bei L. Staakmann, Leipzig 1921, S. 215 f.) hat poetisch verklärte wichtige Ausführungen über T. J., darunter auch die Gansgeschichte, die er als eine Art j. ״loze“ behandelt. Zu S. 456—463 (Magnet in der jüdischen Literatur); zugleich zur Ergänzung meiner Ausführungen über den schwebenden Sarg (MGWJ 1925,50—52; 1926, 271—276). I. Magnetische Luftkunstwerke« Löw führt aus der Agada zwei magnetische Wunderstücke an: Gechazi läßt mittels Magnets Jorobeams Kalb in den Lüften schweben (Sota 47a, Sanh. 107b); David erbeutet die Krone des AmmoniterkönigSj die ein Talent Gold wiegt; wie konnte er sie auf dem Haupte ertragen? Ein Magnet hält sie in den Lüften (Ab. Zara 44a, Midr- Sam. ed. Buber 27). Hinzuzufügen ist der Sarg Arons nach Pirke R. Eliezer 17: Das Volk wollte nicht an den Tod des verehrten Hohenpriesters glauben; da ließ Gott den Sarg Arons über dem Lager der Israeliten schweben; jetzt erst betrauerte Israel den geliebten Toten. Dieser Zug ist nur den Pirke R. E. eigen. In den Parallelen Tanch. הקת, Tanch. Bub. IV 124, Num. R. XIX 20 wird bloß erzählt, Gott öffnet die Höhle, wo Aron begraben liegt, da erst ist das,Volk von Arons Tod überzeugt. Es scheint klar, daß P. R. E. die ältere einfachere Agada unter islamischer Einwirkung umgestaltet hat. Verschiedene Fassungen der islamischen Legende stimmen darin überein, daß Moses, als er ohne Aron zurückkehrt, vom Volke verdächtigt wird, er habe den Bruder getötet, aus Neid darob,׳ daß Aron beliebter war als er. Bei Tabari (Annales ed. Leiden, I, 505 f.) steigt Aron aus dem Grabe um Mosis Unschuld zu bezeugen. Bei Thalibi und י Ibn Al-Athir steigt nach Arons Tod sein Sarg in den Himmel und als das Volk murrt, steigt der Sarg vom Himmel herab und schwebt in den Lüften. Al-Kisaj erzählt ganz wie Pirke R. E.: Arons Sarg schwebt zwischen Himmel und Erde (Ed, Eiseiiberg Leyden 1923, 237 f.) Bloß, den einzigen Zug scheut sich Pirke R. E. zu übernehmen, daß Moses des Brudermordes bezichtigt wird.“ Doch wenn auch für Pirke R. E. die islamische Einwirkung zweifellos scheint, darf nicht übersehen werden, daß auch der ältere Midrasch schon den in Lüften schwebenden Sarg kennt, als Zeugenschaft für den Liebling