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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 18

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
Nochmals: Klausners Jesus-Werk [Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 18 (sequence 3)
Language
German
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18 Mi chael; Guttmann g) Über die jüdische Tragik von anderthalb Jahrtausenden, die durch das Christentum veranlaßt wurde und die einzig־ in ihrer Art ist, habe ich an mehreren Stellen meines Werkes gesprochen, insbesondere S. 378 hebr. Aüsg. bzw. S. 482—483 der deutschen Airsg. 2. Schlußwort. Von Michael Guttmann. Zu a). Die mir zugeschobene Behauptung, daß Klausners Jesus-Buch nichts Neues enthalte, ,stimmt nicht ganz und ist, soweit sie stimmt, unrichtig adressiert. Was ich in dieser Hin״ sicht schrieb, entnahm ich unter genauer Angabe der Quelle (S. 251 und Anm. 1) dem Buche Herbert Danbys, der Klausners Werk ins Englische übertragen hat und mit dem Verfasser in persönlichem Verkehr steht, also das Buch gründlich kennt und zweifellos keiner Voreingenommenheit verdächtig ist. Wenn ich in meiner Besprechung auf. sein Urteil nicht näher. eingägaRgen bin, so geschah es deshalb, weil ich nicht das Werk als Ganzes, sondern bloß die Art, wie Klausner die hebräischen Quellen verwertet, beleuchten wollte. Nunmehr sehe ich mich veranlaßt, zü Daribys Urteil bestimmter Stellung zu nehmen. Aus Danby entnahm ich nahezu wörtlich folgendes : ,,Hin״ sichtlich der nichtjüdischen Quellen geht/Klausner keine neuen Wege. : Was, er sagt, ist dem christlichen Fachmann bekannt. Neues bietet er bloß in der Heranziehung jüdischer Arbeiten. Im ganzen und großen kommt Klausner zu denselben Ergehnissen, zu welchen die kritischen Schulen . Deutschlands eine Generation früher gekommen sind/' Im ganzen und; großen wird man; Danhy, Recht geben müssen... Klausners Verfahren in der Synthese von Kritik und Dogmatik ist entschieden von;bestimmten Schulen abhängig. Trotzdem wird sich für sein Buch kaum eine passende Analogie ■finden lassen. Duo quum faciunt idem, non est idem. Das bisher ermittelte urchristliche und ihm historisch zugehörige außerchristliche Material hat der Fachforschung noch bei weitem nicht die erwünschte Grundlage für eine auch/nur annähernd eindeutige Lösuugsmöglichkeit des Leben-Jesu-Problems an die Hand gegeben. Bedenkt man. nun, welch reiche Mannigfaltigkeit von Jesus-Biögraphien : sich auch innerhalb . christlicher,; und

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