Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension] / Schlesinger
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Bücher sch au 93 mit der Veröffentlichung־ dieses Werkes trägt als dem ersten seiner Art sowohl was die erwähnte Entstehung betrifft als auch sachlich. Es gibt wohl allerlei Monographien und sogar vereinzelte Gesamtdarstellungen, wie z. B. die — noch nicht abgeschlossene — von P. Lachower, aber sie sind entweder mehr publizistisch gehalten oder wollen in erster Linie Lehrbücher sein. Klausners Buch steht, wie schon erwähnt, ausgesprochen im Zeichen reiner Wissenschaft. Buchau a. F. Abraham Schlesinger. Bücher sch au (vom Herausgeber) Gedächtnisschrift zum zehnten Todestag von Micha Josef Bin G 0 r i 0 n, herausgegeben von Rahel und Emanuel Bin Gorion, Morgenland- Verlag, Berlin 1931, 81 S. Enthält folgende Aufsätze: Horodetzky, Genealogisches; Rahel Bin Gorion, Biographische Daten; Werdegang und Personlichkeit; Moritz Heimann, Nachruf; Hans Voß, Ein Gedenkwort; Emanuel Bin Gorion, Das bi bei kritische System; Sündenfall und Brudermora; sowie aus M. J. Bin Gorions Nachlaß den Aufsatz über die jüdische Volksreligion und Aphorismen (von denen der letzte auf S. 44 besser weggeblieben wäre) sowie eine Bibliographie. Das Buch Jeschajahu, verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig, Lambert Schneider, Berlin, 278 S. Das Buch J i r m e j ahu, verdeutscht von Martin Buber, 295 S.; in Pappe je M. 5, Leinen je M. 7, Pergament je M. 12. An dem ersten der beiden Bände hat Franz Rosenzweig noch mitgearbeitet. Der letzte Gedanke, den er zu äußern versuchte, galt, wie Buber mitteilt, dem Sinn der Lieder vom Knecht Gottes. Dem gemeinsamen Plane gemäß hat Buber die Arbeiten fortgesetzt, auf Grund eigener Textstudien, deren Früchte die Leser der MGWJ zum Teil bereits kennen, zum Teil kennen lernen werden. Möge das Buch in recht vielen Häusern Eingang finden und Buber der baldige Abschluß des Werkes ermöglicht werden. Johannes Hempel, Fort mit dem Alten Testament? Gießen, Alfred Töpelmann, 1932, 32 S. Das auf frühere Arbeiten des Verfassers bezugnehmende Büchlein sieht das Alte Testament mehrfach anders als wir Juden und beurteilt (S. 19) das nachbiblische Judentum unwissenschaftlich und einseitig. Immerhin darf man hoffen, daß es solchen Menschen, die über das Alte Testament ,,noch fragen“, wenigstens einen Teil der Ewigkeitswerte unserer Bibel veranschaulichen wird. Julius Hülsen: Der alte Judenfriedhof in Frank־ furt a. M. Mit 13 Abbildungen. Herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Gemeinde. Frankfurt a. M. 1932. Auf 16 Seiten, denen 8 Seiten Bildbeilagen folgen, gibt das. Schriftchen des leider zu früh heimgegangenen. Künstlers und Kunsthistorikers ein stimmungsvolles Bild des berühmten Friedhofes, das der Sachkunde wie dem jüdischen Herzen