Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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77 Paul Kalile und Nacktun Czortkowski (Wahrmanu), Einleitung, Nach- Lüge und Register zu Abraham Geigers Urschrift. Verlag Maddä, Frankfurt a. M., 1928, VIII und 50 Seiten. In diesem Sonderdruck der Beigaben zur Neuauflage der ,,Urschrift“ wird der Versuch gemacht, das Bleib nde und das inzwischen zweifellos Ueberholte zu soncernferner sind hebräische Nachträge nach Poznanskis Ausgabe der ,,Gesammelten Abhandlungen“ wiederabgedruckt; ein Stellenregister, ein Verzeichnis der Besprechungen und der wichtigsten auf die ,,Urschrift“ bezugnehmenden Abhandlungen, das freilich nur 21 Nummern umfaßt, ist beigegehen. Jüdische Legenden, nacherzählt von Eise Schubert-Christaller, Heilbronn, Eugen Salzer, 1929, 128 S., geh. 1,50 M. Es ist sehr zu begrüßen, daß die Verfasserin, die bereits ihr Verständnis für den jüdischen Gottesdienst durch ein Schriftchen bekundet hat, nun auch einige jüdische Legenden dem jüdischen und dem nichtjüdischen Leserkreise darbietet. Die beiden ersten Stücke handeln von Mose (nach dem Midrasch), die letzten von Rabbi Amnon und Jehuda Halevi, die übrigen von frommen Männern der mischnisch-talmudischen Zeit. Die schlichte, künstlerisch freie Nacherzählung trifft den Ton der jüdischen Sage ausgezeichnet; die Ausstattung ist derart, daß sie das Schriftchen in künstlerisch gebildete Kreise vorteilhaft einführt. Für spätere Auflagen wäre ein kurzer Quellennachweis erwünscht. Max Weinberg, Ewige Weisheit aus dem Spruchborn der Weisen. Spruchpoesie des Talmud und der rabbinischen Literatur nebst Fabeln, Parabeln und Sagen. Berlin, Otto Hendel Verlag, 384 S. In Ganzleinen 4,50 M., in Ganzleder 5 M. Es ist sehr erfreulich, daß das seit einiger Zeit vergriffene Werk wieder aufgelegt wurde und, dank seinem Erscheinen in einem bei allen Bekenntnissen eingeführten Verlag, wieder zu so billigem Preise verkauft werden kann. Das Buch hat bei seinem ersten Erscheinen den Beifall namhafter jüdischer und nicht jüdischer Gelehrter gefunden; es ist, wie uns der Verlag mitteilt, seinerzeit durch den Schillerpreis ausgezeichnet worden; und wenn wir jetzt wohl auch nach einer knapperen Uebersetzungsweise streben, so ist doch diese metrische Wiedergabe von Sprüchen und Agadot (mit ausreichender Quellenangabe) auch dem heutigen Leser, dem die Urschrift nicht zugänglich ist, warm zu empfehlen. Max Welsz, Bibliographie der Schriften Dr. M. Kayserlings s. A., zu seinem Centenarium (17. VI. 1929), Budapest, Verlag Magyar Zsido Szemle, 39 S. Die Sammlung umfaßt 525 Nummern in deutscher und in ungarischer Sprache; sie ist um so imposanter, da die Beiträge zu jedem Band der Jewish Encyclopedia als je eine Nummer gezählt sind. Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. 64.—72. Lfg. (Lichtbildergottesdienste — Monotheismus.) Tübingen, Mohr, 1929/30. Konnten wir vor einem Jahre die Fertigstellung des zweiten Bandes melden, so können wir nun erfreulicherweise den Abschluß des dritten feststellen. Da sich die Brauchbarkeit eines Handbuches erst bei längerer Benutzung beurteilen läßt, so sei allgemein den Beurteilungen der früheren Lieferungen das Lob hinzugefügt, daß das Nachschlagewerk nur sehr selten im Stich läßt, sich vielmehr dem auf theologischen Gebiet Arbeitenden als zuverlässiger Führer durch die gesamte Kulturwissen־ schaft erweist. Die neuen Lieferungen machen den Eindruck eines stärkeren Strebens nach knapperer Fassung; trotzdem ist fast durchweg das Wesentliche gesagt; die Beiträge Malerei und Plastik sind mit guten Bildbeigaben versehen. Von jüdischen Mitarbeitern ist anscheinend Leibowitz ausgeschieden, dagegen Hans Lewy hinzugekommen. Lücken bleiben auch in ihnen; leider war auch Elbogen für den Beitrag ,,Mischna, Talmud und Midrasch“ ein viel zu geringer Raum (5 Spalten) eingeräumt, so daß gerade der christliche Leser das für ihn Wichtige kaum erfährt. Dagegen tritt die christliche Tendenz in den alttestamentlichen Artikeln meines Empfindens nicht so störend hervor wie in früheren Lieferungen. תולדות בית ־ הספרים הלאמי והאוניברסיטאי עד שנת תר״ף♦ ירושלם. Das Schriftchen, von Hugo Bergmann auf Grund der von Abraham Jaari gesammelten Materialien verfaßt, gibt eine kurze Entstehungsgeschichte der Jerusalemer Universitätsbibliothek, der Kämpfe, die sie insbesondere durch