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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 1 · p. Seite 13

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 1
Article
Die jüdische Gemeinde Opatow und ihre Rabbiner
Date
1930-01-01
Page
Seite 13 (sequence 4)
Language
German
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13 Von den vornehmen Familien O.s sind die Familien Kalmankes, Frankel und Landau zu erwähnen. Das Haupt der letzteren, die zahl- Teich, vornehm und einflußreich war1, war Zwi Hirsch Haleyi Landau, auch R. Hirsch Wites genannt2. Eine Reihe hervorragender Rabbiner entstammte diesen Familien, welche als Rabbiner in den größten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden waren, wie z. B. Josef Kalmankes- Prag (gest. 1637)3, sein Bruder Eliahu Kalmankes-Lemberg (gest. 1636)4, Abraham Chaim aus O., Rabbiner der Gemeinde Wien (gest. 1623)5, Isaak Landau-Krakau6 (gest. 1768) und sein Neffe Jecheskel Landau, Verfasser desArn1rP3 נודע, Rabbiner in Prag. Als eine der Hauptgemeinden wählte O. aus seiner Mitte einen Gemeindevorsteher als Landesältesten Kleinpolens. Meistenteils war dieser zugleich auch ,,הנאמן דב״ח ישראל“, d. h. Schriftführer, Schatzmeister und Sekretär des ganzen Bezirkes. Bei ihm lagen die Landbücher ,,7“פנקסי המדינה. Von kleinpolnischen Aeltesten, die von O. gewählt worden sind, sind uns folgende bekannt: R. Abraham Kalmankes, der Vater der oben genannten Brüder, Rabbiner Josef und Eliahu8, R. Jehuda Landau, bei dem im 1 Jakob Emden מגילת ספר S. 44. 2 Sein Name rührt von dem Namen seiner Mutter Wite her, der Tochter des Krakauer Rabbiners Isaak Gharif (Spitzkopf) (מעלות היוחסין S. 68). — Die Frau des Zwi Hirsch Wites war Sara, die Tochter des Przemysler Arztes Naphtali Hirz Halevi Oettingen. Der Vater des Arztes, der bekannte Wohltäter Abraham Halevi Oettingen aus Wien, starb dort am Montag, den 2. Siwan 1637 (vgl. den alten Stammbaum am Ende von תולדות משפחת גיכצבורג, St. Petersburg 1899, S. 255). Im דעת קדושים s. 104 wird behauptet, daß Zwi Hirsch Wites ein Schwiegersohn des Eleasar, Rabbiners in Dubno. des Sohnes des Heschel aus Krakau, gewesen sei. Das ist unrichtig, weil 1. Zwi Hirsch Wites ein Schwiegersohn des Arztes Naphtali Hirz aus Przemysl war, 2. Eleasar, Rabbiner in Dubno, ein Enkel, nicht aber ein Sohn des Krakauer Rabb. Heschel war. Sein Vater war Issachar Berisch, Synodalpräsident von Krakau. — Ghana, die Frau des Eleasar, war die Tochter des Zwi Hirsch, Rabbiners in Lemberg und Lublin. Sie starb am 15. Elul 1736 in Brody, ihr Mann Eleasar überlebte sie lange und starb daselbst am 16. Schewat 1741 (siehe dasjenige, was in meinem Namen im פינות הבית S. 33, Pietrkow 1928, gesagt ist). Herr Dr. Daniel Lewin in Breslau machte mich auf Balabans ,,Zabytki historyczne, 35yddw w P dsce“, Warschau 1929, S. 82 A. 16S aufmerksam, wo die Kopie der Inschrift eines Thorasch ,einVorhanges (פרוכת) aus Opatow mitgeleilt wird, die folgenderrraßen lautet: .יזכיר ד' את נשמת האלוף הראש מיה יחזקאל במ׳-ה בנימין םנ*ל לאנדא ונשמת זונתו מ׳ וויטש בת הגאון מ־־ה יצחק אביר ור״מ דק״ק קדאקא והגליל תנצב׳־ה שנת תניב לפ״ק׳-. Aus dieser Inschrift ist zu entnehmen, daß Wite im J. 1692 bereits gestorben war. 3 S. גל עד Nr. 89,כלילת יופי I, s. 39, A. 1, נשי שם« Absch. 58, Josef Konen Zedek in seinem שבת »חים in האסם (Petersburg 1898), auch im S. A. 4 כלילת יופי l, Nr. 2. אנשי שם׳ Abschn. 58. שבת אחים a. a. O. 5 Josef Kohen Zedek דור ישרים im ד,גרן I, auch im S. A., Wachstem: Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien I. Mein כתבי הגאינים s. 32, מעלות היוחסין s. 66, 1 כלילת יופיי, s. 36f אנשי שם Abschn. 299, קריה נשגבה Abschn. 173. 7 נודע ביהודה, מהדר קמא אב-העז Abschn. 87. 8 Josef Kohen Zedek in seinem oben erwähnten שבת אחים meint, er sei auch Rabbiner in O. gewesen, da es in der Inschrift auf dem Grabmal seines Sohnes Eliahu, Rabbiners in Lemberg, heißt: הראש הרב המנהיג p ד׳ אברהם קלמכקש. Er war jedoch nur Landesvorsteher und aus der Bezeichnung רב ist nur ersichtlich, daß er ein bedeutender Gelehrter war.

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