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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 73

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Article
[Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 73 (sequence 7)
Language
German
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73 diesen erhielt, der Ort den nun festgestellten alten. Namen1. Auf Grund dieser Erkenntnis glaube ich nun sicher annehmen zu dürfen, daß die betreffende Angabe in der ״Barajta der 24 Priesterabteilungen“ folgendermaßen lautete: בלגד. מערייה ירניית. Daß aber יונ״ת unbedingt zu בלגה gehören muß, geht aus Tos. Sukka IV 28 (Beitr. 3 Anm. 1) deutlich hervor. Die Pajtanim, denen der richtige Sachverhalt unbekannt war, haben irrtümlicherweise יונית zu אמד gezogen (vgl. Pal. Stud. II 21 f.)2. Weiter glaubt Kahle Nr. 16 V 4 in dem unverständlichen Worte וגובל den Ort von Immer zu finden. Da aber, wie in Beitr. 71 ff. gezeigt wurde, diese Abteilung in .כפר כמרד wohnte, so kann in וניבל kein Ortsname stecken. Der Vers lautet: דורשי אמרות סודך וגובל דלה מתונת גוי נבל. In אמרות ist ein Hinweis auf ,,Immer“ enthalten; גובל weist wohl auf eine priesterliche Funktion hin. Daher glaube ich נובל als den ״Mischer (des Speiseopfers)“ erklären zu dürfen. גבל kommt sowohl im Piel als auch im Kal vor (vgl. Sabbat XXIV 3). Demnach ist in dem fraglichen Wort kein Ortsname zu suchen. — Bezüglich weiterer Einzelheiten über die משמרות sei auf meine Abhandlung in Pal. Stud. II 3—29 verwiesen; vgl. auch Pal. Stud. I 46 f.3. a Tn Corpus inscriptionum Chaldicarum. In Verbindung mit F. Bagel und Professor Dr. phil. Friedrich Schachermeyr herausgegeben von Professor Dr. jur. et phil. Carl F. Lehmann-Haupt, Geh. Regierungsrat. Verlag von Walter de Gruyter &C0., Berlin und Leipzig. Folio. 1. Lieferung: Textband. Mit 9 Textbildern. VIII, 54 Spalten. 1928. Tafelband. Mit 42 Lichtdrucktafeln. 1928. Zusammen M. 60.—. Seit bald hundert Jahren hat man Kenntnis von Inschriften, in Keilschrift geschrieben, die sich in der Gegend des einstigen Armenien befinden und die, ihrer zeitlichen Eingliederung nach, als vorarmenisch bezeichnet werden können. Diese Inschriften gehen auf das uns schon aus den assyrischen Texten bekannte Volk der Ghalder zurück, die ihre Sitze vornehmlich in der Gegend des Wan-Sees hatten und die in der Zeit vom 9.— 7. Jhd. v. Chr. in ständige Kämpfe mit den assyrischen Königen verwickelt waren. Nach mancherlei Vorarbeiten durch andere hatte es sich der Innsbrucker Althistoriker G. F. Lehmann-Haupt zur Aufgabe gemacht, angeregt vor allem durch eine in den Jahren 1898/99 durchgeführte Forschungsreise, die Gesamtheit dieser clialdischen Inschriften in einem Corpus herauszugeben. Es galt dabei viele Schwierigkeiten zu überwinden, die nicht zumindest durch die politischen Ereignisse der letzten Jahrzehnte hervorgerufen worden waren. Nunmehr ist aber die 1. des auf 4—5 Lieferungen berechneten Corpus erschienen, die sich wiederum teilt in einen Textband, der nebst einer umfangreichen Einleitung die Inschriften in Umschrift und Uebersetzung mit Erklärungen bringt; und einen Tafelband, der die Photographien der 30 hier veröffentlichten Inschriften enthält. Schon diese 1. Lieferung zeigt, daß die von C. F. Lehmann-Haupt unternommene Herausgabe der chaldischen Inschriften eine mustergültige ist und sicher viel zur weiteren Erforschung des ״vorarmenischen“ Armenien beitragen wird; vor allem sei da auf Nr. 12, eine chaldisch-assyrische Bilinguis verwiesen, die man als den chaldischen ״Stein von Rosette“ bezeichnen könnte. Breslau, Jirku. 1 Vgl. noch über die Ortslage D alman, PJB XVIII/XIX 51. 2 Im Mahzor Romi, herrscht bei der Kina איכה ישבה noch größere Verwirrung. Da wird zu jeder Strophe der Name der Priesterabteilung hinzugefügt, aber es steht bei Jeschebab — אמד; bei מעדיה (so) — חזיר; bei — יונית הפצץ; bei dem Ortsnamen פתחיה — ממלח; bei Nazaret — יחזקאל; bei Jachin — ערב; bei Migdal Nunija — נמול; bei Kefer Johana — דליהו; bei Bet yobaja — מעז הו, während die zwei letzten Strophen (צלמין und חמת אדיח) ohne Priesterabteilungen blieben. — Siehe hierzu die tabellarische Uebersicht in Beitr. S. 96, und Pal. Stud. II 15. 3 Die Bemerkung bezüglich מטרייה ist dort (nach den obigen Ausführungen) äu streichen.

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