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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 64

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Article
Die Familie Lwow [Nachricht]
Date
1929-01-01
Page
Seite 64 (sequence 1)
Language
German
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84 Die Familie Lwöw. . Zu dem im Titel genannten Beitrage von H. H 0 r 0 w i t % in dieser Zeitschrift S. 487 ff. möchte ich mir die Bemerkung erlauben, daß es Pflicht des Autors gewesen wäre, gleich am Anfang über den Stand der Forschung in dieser Frage zu berichten, anstatt das bereits Erforschte nochmals durch die von anderer Seite ausfindig gemachten Quellen zu erweisen oder gar es ohne jeden Hinweis zu wiederholen. Die Beziehung Lwow—Katzenellen־ bogen—Marx wurde von mir zum ersten Male in meiner Studie ״Die Abstammung von Karl Marx“ in der Simonsen-Festschrift־ erschlossen. Die anderen Zweige in Wien, Eisenstadt, Preßburg und teilweise in Mähren wurden auf Grund des eigenen Materials sowie aller mir zugänglichen genau bezeichneten Quellen behandelt in: Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, II, S. 93—96, 346—347, 363—364; Grabschriften des alten Judenfriedhofes in Eisenstadt, S. 88—89, XII, 123—124 und auch in Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt und den Siebengemeinden (s. das. Index). Man wird die Fundquellen aus der Marxstudie bei H. nochmals finden und noch anderes dazu, so gleich am Anfang S. 487, n. 1. Aber in dem dort genannten Werke שב יעקב wird man vergeblich eine Bestätigung des im Texte Vorgebrachten suchen. Ausschlaggebend ist eben die entlehnte Quelle ארד הישר Es soll kein Vorwurf für H. sein, wenn er den Weg der Forschung für etwas, das nicht mehr problematisch ist, nochmals betreten hat. Aber man muß staunen, daß er beispielsweise S. 488, n. 2 auch die Details des Gegenstandes wieder aufnimmt (s. dazu Simonsen-Festschrift S. 283). Nun soll nicht geleugnet werden, daß H. für die eine oder andere Tatsache allerdings am unrichtigen Platze — auf mein Inschriftenwerk hinwies, aber dies erweckt erst recht den vielleicht nicht beabsichtigten Eindruck, als ob es sich um einen eigenen Bau handle, für den im Verfolg der Aufstellungen einige Bausteine geholt wurden. Alles in allem wäre das Neue, das H. zum Gegenstand beibringt, die Ergänzung des Stammbaumes auf S. 487, n. 2 (was am Schlüsse der Note vorgebracht wird, ist bereits von mir in älteren Arbeiten erörtert), das sich aber durch meinen Nachtrag zur Marxstudie in ״Der jüdische Arbeiter“, Festnummer Dezember 1927 erledigt, und die Angaben über seine nächste Verwandtschaft, die dritte Frau Moses Lw6ws betreffend. Aber selbst bei der Annahme, daß ihm der zweite Abdruck meiner Studie in ,,Der jüdische Arbeiter“ unbekannt geblieben sei1, so wären diese Notizen durchaus nicht unter dem vielversprechenden Titel ״Die Familie Lwow“ unterzubringen gewesen. Nun noch einige Bemerkungen: Zu dem S. 489—490 behandelten Sulzbacher Talmuddruck wäre ein Hinweis auf die Arbeiten Weinbergs im Jahrbuch d. jüd.-lit. Ges. I und XV. zu geben gewesen. In dem reichen Material daselbst ist auch von Heschel Lwöw vielfach die Rede. S. 491, Abs. 3, wäre auf die Quelle hinzuweisen gewesen. S. Freuden־ thal in dieser Zeitschrift 1924, S. 34. S. 491, n. 1. Das Vorgebrachte ist bereits bekannt, s. Löwenstein Kurpfalz S. 100 und Nathanei Weil S. 66. S. 491, n. 2 ist für den behandelten Gegenstand irrelevant. Das Vorgebrachte findet sich übrigens bei Buber (auch der Wortlaut der Approbation), אנשי שם Nr. 232 und Gelber im Jahrbuch d. jüd.-lit. Ges. XIII, S. 130, Nr. 113. Beide Hinweise sind bei Löwenstein, Index Approhationum Nr. 3213 verzeichnet. Für die Angaben der letzten Zeilen führt der Autor allerdings eine Quelle an und zwar sein כתבי הגאונים. S. 491, n. 3. Es liegt meinerseits kein Irrtum vor, da der Name im Nachlasse ns chaftsakt ״Eva“ lautet und von mir eine Entsprechung zu diesem Namen nicht gegeben wurde. S. 492,3. Die Angabe über Isak Oppenheim ist unrichtig. Er war nicht 1 Die Annahme dürfte zutreffen, denn der Aufsatz des Herrn Rabbiner Horowitz ist uns bereits Anfang 1927 zugegangen, und zwar in hebräischer Sprache; die Uebersetzung hat, wie wir bei dieser Gelegenheit gern nachtragen, Herr Dr. Wahrmann in Breslau besorgt. Die Schriftleitupg.

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