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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 57

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Article
Beiträge zur historischen Geographie in Palästina
Date
1929-01-01
Page
Seite 57 (sequence 6)
Language
German
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57 In den angeführten Stellen des Sifre und Jalkut wird auch קיסדץ <= Caesarea am Mittelländischen Meere als Handelsort erwähnt. Stimmt man der Identifikation von בית אילנים mit בוטנה bei, so muß man zugeben, daß בית אילנים mit dem modernen el-Batänije in der Nähe der Küstenstraße identisch ist. Die Zunahme der jüdischen Einwohner in den Vorortgemeinden Groß-Berlins. Von Julius Rothholz in Berlin. In den zwei ersten Jahrzehnten des vergangenen 19. Jahrhunderts waren die jüdischen Anteile unter der Gesamtbevölkerung Berlins nicht wesentlich höhere, als im Durchschnitt des gesamten Staates Preußen. Im Jahre 1816 entfielen auf 100 Berliner 1,7 Juden, in Preußen auf 100 Einwohner 1,2 Juden. Verhältnismäßig viel stärker von Juden durchsetzt waren die Bezirke Marienwerder, Posen, Bromberg in den östlichen Provinzen, in denen die jüdischen Sätze bis auf 6,7% anstiegen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigen die Zahlen ein anderes Bild. Die jüdischen Einwohner Berlins hatten sich relativ vermehrt, auf je 100 Berliner Einwohner kommen im Jahre 3,5 Juden, während die Sätze im Osten Preußens, besonders in Posen und Bromberg von 1852 an stetig eine fallende Tendenz aufweisen. Nach dem siegreichen Kriege von 1870/71 steigt die Zahl der Juden Berlins auf 4,8% bei gleichzeitiger Verminderung der Juden in den Ostprovinzen. Im Jahre 1900 war die Gesamtbevölkerung Berlins auf rund 2 Millionen angestiegen, unter denen rund 92 000 Juden gezählt wurden, so daß der Satz von 4,8% auf 4,6% herunterging und bei der letzten Volkszählung vor dem Weltkriege im Jahre 1910 weist Berlin ohne die Vororte eine Gesamtbevölkerung von 2 071 257 Einwohner mit 90 000 Juden auf, so daß ein weiterer Rückgang des jüdischen Einschlags zu konstatieren war, der aber nur ein scheinbarer ist, .weil inzwischen das Aufblühen der Berliner Vororte eingesetzt hat. Während in Alt-Berlin der Relativsatz der jüdischen Bevölkerung im Abnehmen begriffen war, zeigen besonders die westlichen Berliner Vororte mit den modernen Straßenzügen ein starkes Wachstum der jüdischen Bevölkerungskreise, das auch trotz des unglücklichen Ausganges des Weltkrieges und der bestehenden Wohnungsnot seinen Fortgang nahm. Den klaren Beweis hierfür liefert folgende Zusammenstellung, die für die Volkszählungsjahre 1910 und 1925 gelten. In den Vororten Groß-Berlins wurden Juden gezählt: Gemeinde 1. Stralau 2. Charlottenburg 3. Neukölln 4. Britz 1. 12. 1910 20 22 657 2 080 22 16. 6. 1925 20 30 553 , 2 742 43 Prozentdale, Zunahme (Abnahme 0 35 32 95

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