Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1929)
- Article
- Beiträge zur historischen Geographie in Palästina
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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53 alte aramäische Name ist noch im gegenwärtigen arabischen Namen der Ebene 055,1 .,<== Ärd'el-Hfile erhalten. 1 ימה של חישלהm כפתוד ופרח ist ein Schreibfehler. Im Jalkut fehlt dieser •Name gänzlich und an dessen Stelle steht ימה של עכו, das aber nichts anderes als ein Teil des Mittelländischen Meeres ist. Von den verschiedenen Lesarten des Namens des sechsten Sees: ,ימא דאספמיה, ימה של פמיה, ימא דאיפמייא, ימא של פמיאס, ימא דאפמיא ים אספמיא ist die richtige Lesart ימה של פמיאס. Damit ist der seenartige Vulkankrater gemeint, der sich in geringer Entfernung (etwa 6 km) vom alten Paneas, dem heutigen Bänjäs, befindet. Es ist dies die von Josephus (Bell. Jud. III 10, 7) genannte Phiala, heute Birket Räm, ein 45—60 Meter unter dem Boden des umliegenden Tafellandes eingesenkter großer Teich von 3000 Schritten Umfang. Ganz besondere Schwierigkeiten bereitet der Name des siebenten Sees in seinen verschiedenen Lesarten: /!ימא של הילת* ימא דשלייר מא דשילחת, ימה של שחלית, ימא דשריית\ Es ist klar, daß hier die Abschreiber den Namen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt haben, da er ihnen nicht bekannt war. Dem wahren Namen nähert sich am meisten die Lesart im Babli Baba Bathra und im Jalkut. Durch Verwechslung des א mit ח ist הילת entstanden, es soll also ימה של אילת heißen1. Das Elath-Meer oder Golf von Akaba, der nordöstliche Einschnitt des Roten Meeres, war lange Zeit und zu wiederholten Malen in israelitischem Besitz (vergl. I Kön 926; II Chr 817, 262), und bis dahin reichte auch die Herrschaft der Hasmonäer. Die Weisen des Talmuds mögen daher wohl bei der Aufstellung der Liste an dieses Meer gedacht haben. Die Texte wären demnach folgendermaßen zu verbessern: שבעה ימים מקיפין את אוץ־ישראל ואלו הם: 1. ימה של אילת, 2. ימה של סדום (ימא דמילחד,), 3. ימה של טבריה, 4.. ימא דסמכו, 5. ימה של תולתא. 6. ימה של. פמיאם, 7. ים הגדול (ימא רבא). 2. In zweien der obigen Texte werden außer den sieben Seen noch vier Flüsse genannt, die das Land Israels umgeben, und zwar in Babli Baba Bathra 74b und Jalkut Tehillim § 697. Da heißt es: ואלו הן ארבעה נהרות (שמקיפין את ארץ־־־ישראל): ירדן וירמוך, קרמיון ופינה. Das erstere Flußpaar ist uns bekannt. Es sind dies die zwei größten Flüsse im Osten Palästinas, die auch heute die politischen Grenzen bilden. Das zweite Flußpaar kennen wir heute nicht mehr. Entsprechend dem vorangegangenen Verzeichnis der Seen von Ost und West, sind die letzteren beiden Flüsse wahrscheinlich auch im Westen zu suchen. Diese Entgegenstellung der beiden Flußpaare kommt noch an anderen Stellen vor, wo festgestellt wird, welches Wasser für rituelle׳ Zwecke verwendbar oder unverwendbar ist. Mischna Para vin 10 heißt es: מי קרמיון ומי פינה פסולין מפני שהם. מי ביצים, מי הירדן ומי ירמוך פסולים מפני שהם• מי תערובת und? Diese Vermutung hat auch schon R. Joseph Schwarz, תכואית דאדץ S. 28a, ausgesprochen. , ,