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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 1 · p. Seite 70

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 1
Article
Ein Beitrag zu der verschollenen Kuzariübersetzung des Jehuda ben Cardinal
Date
1928-01-01
Page
Seite 70 (sequence 5)
Language
German
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70 diesen Uebersetzungen aufgenommen haben. Diese Zitate tragen nicht wenig dazu bei, manche verschollene Bruchstücke wieder ans Licht zu fördern. Läßt sich vielleicht auf diesem Wege auch für Cardinal etwas erreichen? Leider hat Maimonides mit seinem Moreh alle seine Vorgänger, besonders aber Jehuda ha-Levi, vollständig verdrängt, so daß Zitate aus dem Kuzari in den älteren Schriften nur ganz selten Vorkommen. Wir haben nichtsdestoweniger beim bekannten Gegner der Philosophie Schem-Tobh in seinem ,,Sefer ha-Emünoth“ (ed. Ferrara 1556, II, Kap. 4) einige Stellen aus dem Kuzari in der Cardinalschen Uebersetzung auffinden können. Daß Schem-Tobh die Cardinalsche Uebersetzung benutzte, geht schon rein äußerlich betrachtet daraus hervor, daß er den Chasarenkönig .א:כוזרי statt הכוזרי nennt, wie wir es bei Cardinal finden. Ganz cardinalisch im Stile zeigen sich diejenigen Stellen, welche wir unten1 anführen und die ohne Zweifel als wörtliche Zitate aus Cardinal gelten dürfen, Es ist bezeichnend, daß derselbe Schem-Tobh in seinem ,,Emunoth“ auch den ״Moreh״ zum größten Teil nach Charisi anführt2, was wohl nicht ganz Zufall sein mag, zumal wir noch andere aus dem kabbalistischen Kreise, zu welchem Schem-Tobh gehört, mit der Charisischen Uebersetzung vertraut finden3. Es scheint vielmehr, daß die antimaimonischen Kreise, welche instinktiv einen Widerwillen gegen alles Fremdartige empfanden, die paraphrasierenden Uebersetzungen der tibbonischen vorzogen, weil jene den von außen geholten Inhalten mehr eine nationale Färbung zu geben verstanden״ 1 Emunoth, ed. Ferrara, S. 16a: (ומי הקים לנו שהנפש הוא נציב (= עצם שכלי ולא אוחד מקום ולא ישיגנו הפסד ובאיזה צד תתפדש נפש האדם מנפש אדם אחד או מהשכל הפועל וכל הפכית מהסבה הראשונה, ולמה לא נתיחת כל הנפשות כאחד לדעת נפש החכם מד, שיש בנפש אדם חבירו "וכר" ואיך לא ידע הפילוסוף דבר מנפשו בעת שהוא ישן או חלה חולי הקדקוד ועת שיהיה שלב רקדנו חולי תכו"" ובאיזה חכמה תתפרש הנפש מן הגוף ולא תכלה במותו אס יאמרו כאשר תתחכם מאד ותאמר כל הנמצאות "וכר" ואמר הפילוסוף אין יודע דבר ולא ארם בעולם אלא בנכואד. ורוח הקודש כמו שהנביאים רואים". וסוף דבריו" והם שלא נצטוו ולא ראו מה שראינו לפי׳ אין תמה מהם אם לא יאמינו ואני חייבין להאמין שראינו הפלאות וכמשכנו אחד הנביאים". וכר. וכתב למעלה מזה" ובהאמין החדוש יתיישרו כל המעקשיס ויוסרו כל המוקשים כאשר תחשוב שהעילם לא היד, נמצא כי כמאמר ה" ורצונו אין לך עסק לחקור איך הוכנו ד,ג ל מ ים והתחברו אליהם האנשים ואל m תיגע בנפשך להקים בקיום המים אשד מעל השמים וכיוצא בו והשדים שאמרו חכמים ומעשה!ימות המשיח ותתיח המתים והעולם הבא מה אגו ציייכין "וכר" נתכרר אצלינו שתחזור לעתיד לבוא ואין אנו חוששץ אם תהיה רוחנית או גולמית"♦ Diesen letzten Satz gibt Tibbon durch:0כבר אמת א צלינו היעודים הניחם יהיו רוחניים או גשמיים« wieder, was au! einem Mißverständnis des Originals beruht (vgl. Hirschfeld XLVI, 70). Die angeführten Zitate entsprechen dem Tibb. Text (ed. Hirschfeld): S. 325, Z. 17—25, 26—28; S. 327, Z. 1—7, 14—16; S. 329, Z. 1—2, 26—27. 2 Wie ich feststellen konnte, zitiert Sch. T. den ersten Teil des Moreh nach Tibbun (vgl. Em. S. 5b), die zwei anderen Teile nach Charisi (ibid. S. 7a, 7b, 8h). Mos. Alaschkars Beschuldigung (Resp. ed. Sabbioneta 1553, S. 184a), daß Sch. T. den Morehtext II, 17 gefälscht habe: ״והכה המדף הזה עב דעתנו מדברי הי־־מבים ז״ל® ist entschieden zurückzuweisen, denn Schem-Tobh gibt wortgetreu den Charisischen Text wieder; die Stelle lautet denn in der Tat: .״יהדעת החמישית היא דעת מאמיני תורתנו ואני אודיעך בו 3 Z. B. Nahmanides und Gikatilia Jos. (vgl. Steinschneider HUe. § 249).

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