Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Article
- Berichte des österreichischen Gesandten über Ephraims Wirtschaftsverhandlungen mit Polen im Jahre 1773
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 5)
- Language
- German
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66 wie er. diesen ■Juden, weder gesehen noch mH ihm gesprochen’hätte, dasä lczlerct* nichts schriftliches eingegeben, sondern noch immer sein Projekt dem Könige vortragen wolle, und dass sobald er sich zu einer schriftlichen Abfassung seiner .Vorschläge bequemen dörfte, Sr. Majestät mir solche alsogleich im Vertrauen mitteilen lassen würden. 8. Nr. 60 10. März 1773. Anstatt Warschau verlassen zu haben, bemüht sich der Jud Ephraim in Ansehung der bey dem künftigen Reichstage abzuhandelnden Commerceangelegenheiten sich eine mächtige Parthey zu erwerben, zn welchem Ende er schon jezo, wie man versichert, eine Menge Geld aüftheilt. 9. Nr. 69 4. April 1773. Vor einigen Tagen ist der Jud Ephraim von hier abgereist; noch ist es aber nicht bekannt, ob er seinen Weg gegen Danzig oder Breslau zu, ge* nommen habe. 10. Nr. 78 Warschau, 8. May 1773. (D) Sub Nr. 4 folget hier die Abschrift eines Entwurfes in. Betreff des preussischen Balz Beschlusses, ־welchen der Berliner Jud Ephraim mehreren hiesigen Handelsleuten und unter anderem auch dem Wechselherren Tepper übergeben hat, in Anschluss unterthänigst bey. Was darin am merkwürdigsten seyn mag, ist, daß dem Preussischen See-Salz in der Eigenschaft und Güte ein großer Vorzug gegen dem Steinsalz von Wieliczka beigeleget werden will. Nebst diesem von dem König von Preussen unterstützten Vorschlag, hat benannter Jud sich auch sonst dahin erklärt, dass der König* das ausschliessende Recht haben wolle, das ganze Königreich Pohlen mit Zucker, Caffö und Tabak allein zu versehen, mit dem Beysatz, wofern der privative Absaz aller dieser Waaren dem König von Preusseii von der Republik Pohlen nicht gutwillig zugestanden werden solte, er es das Land mit tausend ge* legenheitlichen Vexationen theuer vergelten zu machen wissen würde. Diese Drohungen und einige geschickt angebrachte Geld aus theilungen haben schon mehrere, besonders die in dem königl. Preussischen Antheil begüterte, oder auch nur in der dortigen Nachbarschaft ansässigen Pohlen zu einer vorläufigen Bereitwilligkeit gebracht in diese Preussischen Aninnungen ein zuwilligen1. Besprechungen Zur schönen Literatur. Vincenz Zapletal: Mose, der Volksführer. Verlag Fercl. Sehöningli, Paderborn 1926. Theodor Heinrich Mayer: David findet Abisag. Verlag L. Staackmann. Leipzig 1925. Rudolf Heubner: Herodias, Verlag L. Staackmann, Leipzig 1925. Henriette Brey: Joseph Ben David. Verlag J. P. Bachem. Köln. Alfred H• ünger: Die Geschichten um den großen Nazarener. Linser-Verlag G. m. b. I־L, Berlin-Pankow 1926. Peter Dörfler: Das Geheimnis des Fisches. Verlag Herder & Co., Freiburg i. B. Grete v.Urbanitzky: Mirjams Sohn. Verlag J. Erigelhorns Nachf., Stuttgart 1926. Arno Nadel: Der■ Sündenfall. Sieben biblische Szenen. Verlag* Felix Stössinger, Berlin 1926. Walter Muschg: Babylon. Ein Trauerspiel. Amallhea-Verlag, Zürich-Leipzig- AVien 1926. 1 Die weiteren diesbezüglichen Verhandlungen wurden im Oktober 1773 wiederum aufgenommen, jedoch ohne Teilnahme Ephraims.