Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Article
- Die neuhebräische Aufklärungsliteratur in Galizien
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 1)
- Language
- German
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54 Die neuhebräische Aafklärangsliteratur in Galizien1. Von Dr. M. Weiß borg in Stanislau. II. Teil. Die Menschen und ihr Werk. Sv. Hochwürden Dr. M. Schorr, Oberrabbiner und Universitätsprofessor in Warschau, zitgeeignet. III. Alle rl&i Haskala a p o s t:e׳l. Mendel Levin9 Hirz Homberg2 Obgleich die Entwicklung geistiger Strömungen sich nicht auf Jahr, Tag und Stunde feststellen läßt, können war dennoch im Fortgange der galizischen Haskala annäherungsweise manche Zeitpunkte angeben, die Marksteine der Entwicklung darstellen. Solche Marksteine sind für die galizische Haskala die Jahre 1786 und 1815. 1786 tritt die Mendelsohnsche Aufklärung in der Person seines gediegensten und edelsten Jüngers, Mendel Levins, in Brody ein, der sich hier nach seiner Rückkehr aus Berlin für eine Zeitlang ansässig macht. Gleichzeitig hält unter Fanfarenschall, angekündigt durch ein großsprecherisches Manifest, die k. k. Haskala in Lemberg ihren Einzug. Ihr Kommandant ist der Hauslehrer von Mendelsohns Kindern, eines der intimsten Mitglieder des Mendelsohnschen Kreises, Hirz Homberg. 1815 aber ist die Haskala ein so mächtiger Kulturfaktor geworden, daß sie einerseits von den Konservativen heftig 1 Die ersten beiden Kapitel der Arbeit erschienen MGWJ 1913. 513 ff., 35ל ff. Der greise Herr Verfasser übersendet uns die Fortsetzung mit dem Bemerken: ,,Die Arbeit ist keine Literatur, sondern von einem Mitlebenden erlebt worden“. Die Schriftleitung. 2 Quellen: a) zu Levin: Dr. N. Gelber, Aus zwei Jahrhunderten, 1924; R. Löwit (Wien und Leipzig) S. 39—57: Mendel Satanoner, der Verbreiter der Haskala in Polen und Galizien; Dr. Gelber zitiert folgende Quellen: A. Gottlobers Mitteilungen im Hammagid, dessen ,,Erinnerungen“, gedruckt im ״Heasif“, hsgb. von N. Sokolow, Bd. I, S. 6—7, und seine Aufzeichnungen in dem von ihm herausgegebenen ״Boker or“, Jahrg. iS7S, S. 640—642, in Hagisra wehabnuja, M. Letteris’ Memoiren ״Sikaron basefer“, Wien 1868, S. 38—40, Papirnas ״Lebenserinnerungen“ im Heasif, Jahrg. 1900, S. 60, M, Letteris* Toledot N. Kroehmal (hebräische Beilage zum ״Centralorgan“, Wien, Jahrg. 1848, S. 4—5). Zu erwähnen sind noch: Samuel Josef Fünn: Safa Lenemanym (Abdruck aus ״Ha-karmel“, Jahrg. IV, Wilna. Mac, 1881, S. 140); Israel Weinlös: ר׳ מנחם מנדל לעפין מסמנאם(תק״ט״תקפ״סחייאהדהלוחמים והמשכילים הראשנים לונדון העולם 1925. גליון לים־-מיב. b) Zu Hirz Homberg: Kayserling: Moses Mendelsohn, T. XII, §§48—52. Dr.M.Balaban: Hirz Homberg und die Josefinischen Schulen in Galizien (1787—1806) (Jüdisches Jahrbuch) .1906—5666/7, Lemberg 1906, S. 118—458 (Polnisch). G. Bader: Die ersten jüdischen Schulen in Galizien, im jüdischen Volkskälender 1909—1908 תרם״ם, Lemberg, S. 113—121. — Bne-Zion. Ein religiös •:moralisches Lehrbuch für die Jugend israelitischer Nation. Wien im Verlagsgewölbe des k. k. Sclui!־ bücher-Versclileißes bei St. Anna in der Johannis-Gasse. 1812. — Imre Schefer. Ein religiös-moralisches Lehrbuch (Hebräisch und deutsch). Der israelitischen Jugend gewidmet. I. Teil: Religion. 2. Auflage. Wien, bei Anton Schmidt 1816. Imre Schefer; II. Teil: Moral. Ben Jakir. (Der geliebte Sohn.) Ueber Glaubens- Wahrheiten und Sittenlehren für die israelitische Jugend, in Fragen und Antworten, mit einer polnischen Uebersetzung von J. Tugendhold, Warschau 1824. Die letzten Forschungen über Homberg und dessen Lehrbücher aus Wiener Bibliotheken enthält: Rüben Fahn, ,,Die. Haskalah“- (Aufklärungs-)Periode in Wien. i. Band. Jüdischer Buch- und Kunstverlag Max Hickl, Wien-Brürm 1919 (liebrj. J. .Kap, S.2.7—2.3״. V. Kap. S. 67—72,