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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 39

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Article
David ben Jehuda Hasid
Date
1927-01-01
Page
Seite 39 (sequence 1)
Language
German
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39 David ben Jehuda Hasid. Von A. Marmorstein in London. Der Zweck dieser Zeilen ist den Namen eines längst Verschollenen zu erwecken. Der Oppenheimerische Katalog,קהלת דוד, Hamburg 1826, S. 264, Nr. 1026, gedenkt seiner als Verfasser von theosophischen und kosmogonischen Mysterien (vgl. auch Zunz, Zur Gesch. u. Lit., S. 165) und eines kabbalistischen ״ הגבולD. Michael identifiziert beide Schriften und schreibt ihm noch ein Werk לבנת הספיר zu (Or ha Chajim Frankfurt a. M. 1891, 326). Unter Joseph Almanzis Handschriften (vgl. יד יוסף Padua 1864), beschrieben von S. D. Luzzatto, findet sich ein kabbalistischer Kommentar zum Gebetbuch von dem selben Verfasser. Die Handschrift ist im British Museum in London, Add. Nr. 26, 926. Nachdem in neuester Zeit auch das Werk לבנת הספיר im Drucke erschienen ist, dessen Verfasser aber zweifelhaft ist, so untersuchte ich die Handschrift des Gebetkommentars und sammelte hierbei die Materialien, welche hier verarbeitet werden sollen. Der Stoff schien mir einige wichtige Aufschlüsse zur Zeitgeschichte zu enthalten, obwohl der dürre Ertrag des Kommentars selbst auf wenig Interesse und Beachtung Anspruch erheben darf. Bei der Dürftigkeit unserer Geschichtsquellen ist alles unbekannte und unveröffentlichte Material willkommen, solange es nur einige, wenige Striche zum Gesamtbilde liefert. 1. Der Verfasser. Der Name des Verfassers ist am Anfänge der Schrift genau angegeben und das Werk ist אור זרוע betitelt. Er heißt David ben Jehuda Hasid. Die Benennung חסיד ist sehr üblich. Wir kennen eine Anzahl von Personen, die diesen Titel führten1. Unter diesen gibt es mehr als einen Jehuda, u. z. Jehuda חסיד, genannt Sir Leon, der bekannte Tossafist in Paris, und aus Deutschland stammte Jehuda ben Samuel, Vater und Sohn sind als ״Hasidim“ bezeichnet. Groß sah in unserem Hasid den Letztem und rechnet David zu seinen Söhnen (s. Magazin I, 160),, Luzzatto bezweifelt die Identität (s. H. B. IV, 98), A. Epstein schließt sich diesem Urteile an (s; Ein Talm.. Lexikon S. A. aus der MGWJ S. 12), und denkt an einen dritten Jehuda Hasid. Der Kommentar zu den Gebeten enthält S. 98B folgende Bemerkung: ווה הסוד קבל הרב הגדול רבינו שמעון הגדול ולה״ה סן בית אב שלנו רבי׳ יהודה החסיד ולה״ה Diese Notiz würde, im Falle ihrer Richtigkeit, lehren, daß der Ver- 1 Siehe die Zusammenstellung bei II. Groß, Magazin. IV. 190. Die Liste kann noch vielfach ergänzt werden. Abraham, siehe JOR. XX. 454. Jehuda, der Vater des Gaon Salomon in Jerusalem, wird חסיד דורו genannt. Jepheth, Ms Br. Mus. 5557. F 1 a. Jacob b. Jacob, HB. XVII. 38, Moses, siehe Journal Asiatique 1870, 441, u. m., vergleiche auch M. Grünwald,Jahrbuch II. 429 Anm. In der Bibelhandschrift des Schreibers Josef b. Jehuda ihn Merwas (vergleiche Abarbanel, Com. zu Amos 3. 13. Brüll, Jahrbücher VII. 91. 3) jetzt Hs. Sassoon (London) Nr. 508 findet sich folgende Liste von, Hasidim: Moses b. hä Hasid Josef, ben Jehuda ha Nassi, ben Israel ha Hasid ha Nassi.,— Wieviel man auf die Nachricht im Testament des R. Juda d. Fr. geben soll, daß man den Söhnen die Namen ,,Jehuda“ und ,,Samuel“ nicht erteilen darf, ist fraglich.

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