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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 1 · p. Seite 64

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 1
Article
[Nachricht]
Date
1926-01-01
Page
Seite 64 (sequence 2)
Language
German
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64 die sich auf den Messias beziehen, in ausgezeichneter Uebersetzung und vornehmer Ausstattung zusammen; Quellennachweise sind beigefügt. Heinrich Heine, Gespräche, Briefe, Tagebücher, Berichte seiner Zeitgenossen, gesammelt und herausgegeben von Hugo Bieber. Berlin, Weltverlag, 1926, 448 S. Gibt eine sehr sorgfältige, nach der Zeitfolge geordnete Auswähl aus Aeußerungen der Zeitgenossen Heines, insbesondere über Gespräche mit dem Dichter, die auf die Entwicklung Heines helles Licht werfen. Besonders zu begrüßen ist die Heranziehung ungedruckter Quellen, wie der Tagebücher der Schwester Varnhagens und der Protokolle des Vereins für Kultur und Wissenschaft der Juden (S. 29 ff.). Knappe Erläuterungen sind beigegeben. Emil Spiegel, Gedichte aus dem Nachlaß, herausgegeben von seinen Freunden. Wien und Leipzig, Löwit, 259 S. Unter den Betrachtungen des deutsch-jüdischen Prager Dichters finden sich zahlreiche, die auf jüdische Lebens ans chauung und Parteien im Judentum Bezug haben B. Sonstiges. Der kleine Brockhaus, Handbuch des Wissens in einem Bande. Lieferung 8—10 (Primat-Zystoideen) Leipzig, F. A. Brockhaus, je 80 S. mit zahlreichen Karten, bunten und einfarbigen Abbildungen zu 1,90 Mk. Das gediegene Werk, zu welchem auch eine geschmackvolle Einbanddecke erschienen ist,- darf unseren Lesern um so eher empfohlen werden, da die auf das Judentum bezüglichen Beiträge in durchaus vorurteilslosem Sinne abgefaßt sind. Von Hermann Gunkel, Die Psalmen übersetzt und erklärt, sind bis jetzt (bei Vandenhoek & Ruprecht in Göttingen) die ersten fünf Lieferungen zum Preise von je 3 Mk. erschienen. Der gesamte Kommentar wird außer der Einleitung 7—8 Lieferungen umfassen. Eine eingehende Würdigung des Werkes wird in der nächsten Sammelbesprechung über Bibelwissenschaft erfolgen, die in einem der letzten Hefte dieses Jahrgangs erscheinen dürfte. Wir möchten aber schon jetzt auf dies wichtige Werk hin weisen, zumal uns der Verleger mitteilt, daß der noch gültige Preis für die Lieferungen moglicherweise eine Erhöhung erfahren könnte. Laserstein, Botho, Das Judentum ist der Friede (= Dokumente der Friedensbewegung, hsg. von B. Laserstein, 1. Heft), Berlin, Zehl & Koch, 1926, 26 S. Versucht den Nachweis, daß der Pazifismus der Weltanschauung des Judentums entspricht und fordert von den Rabbinern und Laien Beteiligung an der Friedensbewegung, insbesondere Begründung einer;,Gesellschaft für religiösen Pazifismus“. Müller, S., Ein Buch für unsere Mütter. Sabbat und Feste im Garten der Kindheit. Berlin, Philo-Verlag, 1925, 119 S. Versucht, die Feste in Gesprächen zwischen Mutter und Kind der Jugend, insbesondere in solchen Häusern, in denen die Festtagsgesetze nicht mehr streng beobachtet werden, näher zu bringen. 11 Abbildungen und zahlreiche (nicht immer ganz einwandfreie) dichterische Beigaben sollen zur Belebung dienen. ,.Tft מנחי החשבון, עברית No. 1, Lemberg, Verlag Snunit, 16 S. Gibt die wichtigsten Fachausdrücke der Mathematik neuhebräisch, deutschund polnisch wieder. Quanter, Rudolf, Das Weib in den Religionen der Völker. 2. Auflage, Berlin-Pankow, Linser-Verlag, 1925, 484 S. Behandelt die Bedeutung der Frau in den Religionen des Altertums (Aegypten, Vorderasien, Griechenland, Ostasien, Germanentum, Amerika), den ,,Kulturreligionen des Mittelalters und der Neuzeit“ und den Religionen der wilden Völker. Innerhalb des ersten Hauptteils wird auch dem Judentum ein Abschnitt gewidmet, der freilich nicht die Stellung der Frau innerhalb der jüdischen Religion darstellt, sondern größtenteils Erzählungen über die Lage der Frau im allgemeinen und über das Auftreten und Schicksal einzelner Frauen zusammenstellt. Inhalt und Ausdruck des Buches legen den Schluß nahe, daß es dem Vf. weniger auf ernste wissenschaftliche Belehrung als auf Darbietung ,,interessanter“ Lektüre ankommt. Unberechtigter Machdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt. Für die Schriftieitung verantwortlich: Dr. I. Heinemann in Breslau. Druck von Th. Schatzky ft.־G.. Bresiau Ul.

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