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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 1 · p. Seite 63

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 1
Article
[Nachricht]
Date
1926-01-01
Page
Seite 63 (sequence 1)
Language
German
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63 Bficherschau A. Ausgaben und Uebcrsctzungen. Im Eschkolveriag ist eine neue Ausgabe des ספר שעשועים des Josef ben Melr ihn Sahara erschienen, als hebräische Ausgabe der von I. Davidson besorgten englischen Edition (צא -f- 200 S.). Sie unterscheidet sich von ihrer Vorgängerin durch Zusätze und Verbesserungen der Einleitung, die der Heraus־ geber, namentlich auf Anregung von Löw und Baneth, angebracht hat und durch die hebräische Fassung der sehr lehrreichen Einleitung; die Ueber־ Setzung ist von B. Krupnik hergestellt. Einige andere Neudrucke tragen den Verlagsvermerk בענדעפז ב-׳ר חיים כהן, sind aber im Verlag Jalkut, Charlottenburg, erschienen, auf den, wie wir hören, auch die Werke des Ajanöt-Verlages übergegangen sind. Es handelt sich um eine vokalisierte Mischnäausgabe ohne Kommentare eine Ausgabe des More Nebuchim in 2 Bänden (106 und 196 Doppelseiten) und des €hobot Halebabot (200 Doppelseiten). Die zweite ist, wie der Herausgeber hätte bemerken sollen, nur eine phototypische Wiedergäbe der Lemberger More-Ausgabe von .1866; dagegen ist es verdienstlich, daß von Bachjas Schrift eine sehr handliche, kleine Ausgabe ohne Kommentare, nur mit ganz knappen Worterklärungen veranstaltet wurde, die hoffentlich zur Verbreitung dieses Volksbuches bei allen, die des Neuhebräischen mächtig sind, beitragen wird. Zu bedauern ist aber, daß auch diese Ausgabe den arabischen Test zur Verbesserung offenbarer Schreibfehler nicht heranzuziehen weiß; so steht S. 13 der Unsinn von dem Gelehrten, der mit seinen .Gliedern allein geblieben ist: statt אבריו ist natürlich mit Yahuda חבריו [seinen Genossen) zu lesen. Die Anthologie von J. L. Baruch, ■הספרות המדרשית (Eschkol, 5685, 445 :S.), bildet den 3. Band seines Sammelwerkes ספרית ישראל. Im Gegensatz zu anderen Sammlungen ähnlicher Art, insbesondere Winter-Wünsche, will B. nicht bloß Proben geben, sondern in der Hauptsache das dauernd Wertvolle aus allen Midraschim zusammenstellen. Daher wird aus den halachisehen und agadischen Midraschim eine reichliche Auswahl getroffen; knappe Einleitungen über den Stand der Binleitungsforschung werden vorausgeschickt, schwierige Ausdrücke in knappen Fußnoten erklärt; sehr sorgfältige Zeichen- ■Setzung und (vokalisierte) Ueberschriften erleichtern die Uebersicht. Die Ausstattung verdient alles Lob. Ein Uebersetzungswerk von hohem Rang ist ״Die Schrift. Zu v e r ־ deutschen unternommen von Martin Buhe? gemeinsam mit -Franz Rosenzweig^; der erste Band, ״Das Buch im Anfang 46 (Berlin, Lambert Schneider, 203 S.) liegt bereits vor. Hier werden die Grundsätze, auf welchen Franz Rosenzweigs Uebersetzung mittelalterlicher Dichter beruht (vgl. MGWJ. 1924, S. 261), auf die Bibel angewandt. Danach hat der Uebersetzer nicht etwa durch möglichst glatte Uebertragung den Abstand zwischen Unverk und Leser zu überbrücken, sondern gerade die Fremdartigkeit des Urwerkes nachzubilden und das Gewand der eigenen Sprache derart aus zuweiten, daß die ״Einfremdung“ jener Eigenart gelingt. Die Anwendung dieser Grundsätze auf die Bibel, denen weder ״freie Wiedergaben‘‘ noch gar salbungsvolles Kanzeldeutsch oder die Unbeholfenheit ״wörtlicher Ueber- Setzungen“ genügen kann, fordert tiefes Nachfühlen der Reize der Bibel und volle Bemeisterung der Muttersprache. Beides verbindet sich in Buber. Man mag über Auffassung und Wiedergabe manchmal streiten: durchweg gelingt ihm die Wiedergabe des Rhy thmus und der urkräftigen Wucht der .Bibelsprache, aber auch des Geheimnisvollen, das für den jüdischen Leser, nicht zuletzt infolge der (von B. nachgeahmten) ehrfürchtigen Scheu vor der Aussprache des Gottesnamens, über dem Bibelworte liegt. Möge das prachtvoll ausgestattete Buch, namentlich auch als Geschenkwerk, in recht viele jüdische Häuser dringen — damit die Fortführung des großen Werkes gesichert ist. Messias-Legenden, gesammelt von Micha Josef hin Gorion, aus dem Nachlaß herausgegeben und übersetzt von Rahe! Ramberg. Tübingen, Alexander Fiseber, 1926, 63 S. Stellt eine Reihe von Stücken aus Talmud und Midrasch,

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