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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 1 · p. Seite 56

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 1
Article
Textkritische Bemerkungen
Date
1926-01-01
Page
Seite 56 (sequence 7)
Language
German
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56 בלןשה oder טבעת gebildet) in dex* Bedeutung ״Rede‘1 voraussetzt. Es ist vielmehr wahrscheinlich, daß er den Satz in seinem wahren Sinne versteht (sie empfangen deine Weisungen), ihn aber auf Israels unter göttlicher Führung sich vollziehende Wüstenwanderung deutet. Wie dem auch sei, נשא heißt nun einmal nicht ״ziehen“^ weshalb alle alten Erklärer, auch Raschi selbst, ■מדבלתיף ZU מדבר (Num 789) stellen, mithin als ein Partizip des Hitpa'el betrachten. Auch sonst ist ein nomen דברה oder דברת in der Bibel nicht nach- TT" TT" zuweisen; wohl aber sind einerseits ךבך*ת (Koh 318, 714, 82) und דברתי (Ps 1104; Ijob 58), andererseits דבר (Jirm 513; Hosea 12) als Substantive bekannt, und wir hätten nun die Wahl zwischen ךבר1ת (wie ברכות von בריכה) und דברות (wie עורות von 1(עור. Aber man sagt doch allgemein שרת הדברות^ und nicht עשר הדברות, hat sich also längst für den sing. ךבר entschieden2; Wo ich auch hinkam, wen ich auch sprach, ich hörte es niemals anders, nirgends stieß ich auf עשרת הדברות. Ich möchte wohl wissen, wer auf דברות קדשך zuerst verfiel, und vor allem, wie er darauf verfiel. Es kann doch, was so viele Nachbeter gefunden, unmöglich die Eingebung einer Schrulle sein. Besprechungen Zur schönen Literatur. Von Dr. Lotte Barschak in Berlin. Wir hatten Frl. Dr. Barschak gebeten, einige Werke der schönen Literatur in Kürze unter den Gesichtspunkten zu besprechen, die sich aus der Eigenart der MGWJ als jüdisch-wissenschaftliche Zeitschrift ergeben. Die Schriftleitung. Max Brod: Reubeni, Fürst der Juden. Kurt Wolff Verlag, München 1925. Preis geb. 8 Mk. Lion Feuehtwanger: Jud Süß. Drei Masken Verlag, München 1925׳. Felix Saiten: Neue Menschen auf alter Erde. Paul Zsolnay, Berlin-Wien- Leipzig 1925. 1 מינים ע5ר1ת (Jes 427) ist ohne Dagesch überliefert, ebenso durchweg in der ganzen Bibel עררים wie auch פסחים und קחים^, dagegen אלמים und עפןשיס stets m i t Dagesch. רבר1ת Wäre in dieser Beziehung keinerlei Schwankungen ausgesetzt. Die Verdoppelung eines mit Sch’wa versehenen Buchstaben kann zwar des Wohllauts wegen unterbleiben, niemals aber, wenn es sich um einen der Buchstaben בגדכפת handelt. 2 Die Mischna nennt die ״Zehn Worte“ der Offenbarung noch ebenso wie die Tora עשרת הדברים (Tamid VI). Der Talmud aber (Jer. B’rachot I 5 Bah. das. 11b u. Schabbat 86b) bezeichnet sie schon als עשרת הדברות. Auffallend ist allerdings, daß er (Baba Kamma 54b) von דברות ראשונות und דברות אחרונות spricht, als ob das Wort weiblichen Geschlechts wäre. Das ist jedoch nur eine achtlose Angleichung des Beiworts an die Form des Hauptworts, wie man sie auch sonst vereinzelt findet. So בשמדות שוות (Sukka V 7), אילנות פזובות (B’rachot 43b), שתי ספקות (Jer. K’tubbot I 1), מאכלות אסורות (sogar Rambam). Selbstverständlich begegnet man auch zuweilen einer Angleichung an die männliche Form weiblicher Wörter, z. B.: ביצים צריכין לאמן (Rullin xil 3) שנים פוסלים בלויים (Sifre Num, 62).

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