Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 70 (1926)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über Jekutiel ibn-Hassan im Zusammenhang mit einer Erklärung mehrerer Gedichte ibn-Gabirols
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 10)
- Language
- German
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24 Das Gedicht sollte nämlich eine Entschuldigung für seine unvorsichtig geäußerte Meinung über den poetischen Wert von Samuel ha-Nagids Dichtungen darstellen (Brody ebd.). Der Staatsmann-Dichter mag vielleicht von dieser abfälligen Meinung Kunde erhalten und den Wunsch geäußert haben, seine Lyra ganz verstummen zu lassen:; jedenfalls macht unser Dichter Miene, als wolle er diese Gefahr verhüten, und betont in diesem Gedichte immer wieder, daß die Welt mit Samuels Dichtungen stehe und falle. Diese Beteuerung ist dem im bekannten Verse: אותי כי שחקים I בימי יקותיאל אשר נגמרו לחלוף יוצרו ausgedrückten Gedanken ähnlich, nur ist sie hier viel bildhafter, schwung- und klangvoller wiedergegeben. Der Dichter meint, daß das Zeitalter nicht verzagen darf, solange Samuel seine Lyra in die Hand nimmt, die Zeit darf dann unbekümmert ihren gewöhnlichen Lauf nehmen. Er sagt: Schaut dich (die Zeit) seine Muse nur einen Augenblick an, so spanne dein Seil fest, d. h. du darfst Vorbereitungen zum Segeln (der Zeiten) treffen. Damit läßt er zugleich durchblicken, daß ohne Samuels Poesie alles in der Welt seinen Wert verliere, alles in Stockung gerät, sogar die Zeit bewege sich nicht mehr. Denselben Gedanken wiederholt er im folgenden Verse: דרך בך כוכב צלח ורכב ן כי בא אשר יאיר אשונך, d. h. naht an dich das Gestirn heran, so tritt deinen Weg an, denn es ist derjenige gekommen, der die Finsternis (des Weges) beleuchten wird. אישון ist also auch wegen der Paronomasie mit אשונך hier gebraucht. Der Sinn dieser ganzen Gedichteinleitung, die zu den schönsten und wirkungsvollsten Stellen der profanen Poesie Gabirols zählt, ist von seinen Kommentatoren gänzlich verkannt worden. Mitteilungen zur Geschichte und Literatur aus der Geniza. Von A. Marmorstein in London. (Schluß) 8. Ein talmadisches Onomastikon. In einer Anfrage1 an den Gaon Haj findet sich folgender Passus: מצינו כל רבה שלשים ושמנה וסימניך ל ח ולוז וערמון2,. וכל.רבא י״ו ופים' ויוסף בן שבע עשרה שנד.8 ואיכא דאמרי ויו נצחם על בגדי וכל מלבושי אגאלתי4, אלא כמדומין אנו שיש טעות בספר שלנו בבקשה מלפני גאון שיכתבם לנו וינקוד אותם. כך הם רבה סתאמא, רבה בר נחמני. Schon5־ hat bereits erkannt, daß Zacut im Juhasin6 diese Stelle im Namen des R. Hananel zitiert: ׳,כתב ר״ח כי רבא באלף הם י״ב ובדדא הם ל״ו ואני מצאתי יותר. Es ist öfters festgestellt worden, daß die zwei Namen, besonders in Abbreviaturen 7 ר״ה ור״ח, 1 Horowitz, Ch. M., בית נכות הלכות II, 39, cf. Müller, Einl. in die Resp. der Geonim 256, No 740. 2 Gen 3 037 . 3 Ebd. 372. 4 Jes 638. 5 Hehaluz XII, 101. 6 Warschau 1876, 109a. ׳; /7 Rapoport, Biographie des R. Hananel 20, N. 13. Resp. Lyck 110. Nahmanides Jebamoth 49. Ms. Parma ed Horowitz ibid. 51, Tur O. H. § 307, Hehaluz ibid 101..