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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1925) · p. Seite 30

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1925)
Article
Alchemie und Kabbala
Date
1925-01-01
Page
Seite 30 (sequence 18)
Language
German
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30 der Alchemisten, seine Behauptung über die Kabbalisten ist aber unrichtig, d. h. sie beruht einzig auf einer allegorischen Umdeutung der Soharstelle I, 249b ff., die dem Wortsinn aber gewiß nicht entspricht. Wie wir unten sehen werden, hat nicht einmal der gewiß für dergleichen empfängliche Autor des Aesch Mezareph die alchemistische Mondsymbolik des Silbers zu übernehmen gewagt. So steht Simon ibn Labi mit ihr ganz allein. Es mag bemerkt werden, daß auch dieser Kabbalist aus Marokko kam (nach Azulaj), wo die Alchemie bei den Juden verhältnismäßig verbreitet gewesen zu sein scheint. (Schluß folgt.) Mitteilungen zur Geschichte und Literatur aus der Geniza. Von A. Marmorstein in London. (Fortsetzung) 5• Fragmente der הלכות קצובות. Die anonyme halachische Literatur der gaonäischen Periode umfaßte Schriften, die gänzlich oder teilweise verloren gegangen sind. Zunz zählt neun Schriften auf (HB. VIII, 20), die von Ginzberg mit der שמושא רבא ergänzt werden (Geonica I, 181). — Die vergangenen Jahrzehnte haben über die Mehrzahl dieser Schriften neues Licht verbreitet. So ist das aramäische Original der Halachoth Pesukot entdeckt worden (MS. Sassoon, der demnächst erscheinende Katalog soll eine ausführliche Beschreibung desselben bringen) und die hebr. Uebersetzung derselben ist von Schloßberg (Paris-Versailles 1886) veröffentlicht worden. Das aramäische Original ist baby- Ionisch, die hebräische Uebersetzung palästinensisch. Von den Halachoth קטועות glauben wir die Einleitung mit einigen Halachoth gefunden zu haben (s. MGWJ. 67, 132 ff.). Auch die Halachoth Kezuboth, die Zunz an dritter Stelle erwähnt, wurden in der Zwischenzeit von Ch. M. Horowitz, in seinen תורתן של ראשונים, I Frankfurt am Main, 1881, S. 14—37 veröffentlicht. Bereits bei Autoren der gaonäischen Periode findet man eine Halachasammlung, die unter dem Namen הלכות קצובות bekannt gewesen ist, zitiert. Die Halachoth Gedoloth selbst enthalten ein Kapitel, das, die Ueberschrift trägt: הלכות קצובות דבני מערבא (ed. Wien 89a, ed. Berlin 469). Wie . die aramäischen Halachoth Pesukoth die הלכות טריפ״ת של א״י, die Responsensammlung שערי צדק die *תשובות א״, so haben auch die Hai. Ged. die Hai. Kezuboth der Palästinenser ihrem Kodex einverleibt. (Zunz verweist auch auf 29 ,שערי צדק a השער הי' יש בו קצובות הרבה, es ist aber noch zu untersuchen, ob dieselben zu den Hai. Kez. gehören!). In der Schule des großen Pfadfinders von Troyes wurden die Halachoth eifrig studiert und kopiert. Machsor Vitry § 247 trägt die Ueberschrift : הילכות פורים ומגילה לרב יהודאי גאון פסוקות וקצובות וקטנות .1) .ד קלות). Es gibt auffallende Verschiedenheiten zwischen der ed. der Hak Kez. und MV. Horowitz liest אם יש עיבור, ובומץ שאין עיבור,

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