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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 1 · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1924-01-01
Page
Seite 85 (sequence 4)
Language
German
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85 Glieder dieser Familie sind ebenfalls Meässefprähumeranten. Samuel Moses Hahn (S. 350) wird 1738, 45—46 als Meßbesucher von Altona und Hamburg aus erwähnt; sein gleichnamiger Ahn (S. 367) als Meßbesucher noch 1678 von Frankfurt her. In Begleitung des Erstgenannten findet sich 1746 Joachim David aus Hamburg, der schon 1741 als Begleiter des Marcus Samuel Beit und dann 1751 selbständig mit seinem Sohne Levi Joachim erscheint; triöglicherweise ist dies der Kopenhagener Ahne Simonsens Heyman David. Herz Hahn, Bruder des Moses Samuel Hahn (Grunwald Nr. 1364) gleichfalls Meßbesucher 1727—30, ein Isaak Hahn 1763. Nathan Josef Heilbutt, ein Bruder von Moses (S. 353) 1716, ferner sämtliche Mitglieder der Familie Nathan j[S. 375): Aron 1695, Bernd 1675 und 1700, Moses 1668, 75—1704 mit seihen /Söhnen Nathan und Levin, Magnus 1675—1705. Zu Jakob Hahn (S. 370) ist zu bemerken, daß die unleserliche Grabinschrift bei Horovitz, Frankfurter Inschriften, Nr. 834, seinen Namen enthält: Breundelein, T-d. Jakob Hahn. Töchter von Seligmann Norden (S. 371) und Nathan Norden (S. 378) hei Grunwald Nr. 4486 und 1672. Zu den übrigen Abhandlungen der Festschrift mögen sich gleichfalls die Spezialisten äußern. Es ist bezeichnend für den jetzigen Stand unserer Wissenschaft, daß die Festschrift nur Spezialforschungen enthält, aber ebenso erfreulich, daß sie nicht bloß neue Materialien, sondern auch Anknüpfungen zu weiteren kritischen und vertieften Einzelforschungen bietet. Das entspricht dem bislierigen Schaffen des Jubilars, dem sie gewidmet ist, und dem nach beiden Seiten hin die Vorsehung noch weitere Kraft zur Arbeit gewähren möge. Freudenthal. Felix Perles; Analekten zur Textkritik des Alten Testaments. Neue Folge. X . 131 S. Leipzig 1922. Gustav Engel. Perles, der auf den verschiedensten Gebieten der Wissenschaft des Judentums sich hervorragend betätigt hat, ist, wenn ich so sagen darf, in dieser Arbeit zu seiner Jugendliebe zurückgekehrt. Im Jahre 1895 führte sich P. mit seiner Schrift: Analekten zur Textkritik des A. T. in die Wissenschaft ein, in der Zwischenzeit ist manche treffende Erläuterung auf diesem Gebiete und darüber hinaus auf dem Gebiete der Apokryphen und Pseudepigrapheh von seiten des Verfassers erschienen. Eine Sammlung dieses in verschiedenen Zeitschriften zerstreuten und des noch unveröffentlichten Materials, soweit es sich auf Textschädigungen des A. T. bezieht, in größtmöglicher Kürze und methodisch geordnet, bildet den Hauptinhalt dieser außerordentlich gehaltvollen und anregenden Arbeit. P. schließt sich hierin im großen und ganzen an die bereits zitierte nach Fehlerquellen geordnete Erstlingsschrift an und unterscheidet sich von dem bekannten Werke Friedr. Delitzschs (Die Lese- und Schreibfehler im A. T.) vor allem dadurch, daß er nicht wie dieser a 1 Le zu seiner Kenntnis gekommenen Textschädigungen mitteilt, sondern sich damit begnügt, nur die von ihm selbst neu gefundenen zu bieten. Und wenn wir auch in seiner Arbeit manchen VerbesserungsVorschlag wiederfinden, der sich bereits bei anderen Bibelkritikern findet, und wenn auch manche vorgeschlagene Textänderung von der berufenen Kritik wird ab gelehnt werden müssen, so bietet der gelehrte Verfasser dennoch, besonders auch durch die Heranziehung des Akkadischen und Aramäischen, gelegentlich auch des 'Arabischen und Aethiopischen, eine solche Fülle einleuchtender und geistvoller Erklärungen von schwierigen Bibelstellen, daß niemand, der im Prinzip die Berechtigung der Textkritik zugibt, ohne Bereicherung seines Wissens dieses mit außerordentlichem Scharfsinn und Fleiß, aber auch mit Gewissenhaftigkeit gearbeitete Büchlein aus den Händen legen wird. Auf Einzelheiten eirizugehen, ist natürlich im Rahmen einer kurzen Besprechung unmöglich. Es mag daher genügen, die Fehlerquellen anzugeben, die P. bei der Verbesserung des Bibeltextes unterscheidet, und hach denen er seine Arbeit in Abschnitte teilt. Er spricht zunächst von Abbreviaturen im vormasoretischen Bibeltext, die seit Kennicott fast allgemein von den Bibelforschern angenommen werden und vielfach Anlaß zu Textentstelhmgen gegeben haben. ,Er behandelt in einem 2. Abschnitt die Fehler, die durch falsche Wortabteilung, Dittographie speziell Custoden, Buchstabenbezw.

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